Kommen die Roboter jetzt wirklich?
Derzeit blickt die Tech-Welt nach Las Vegas. Die CES, eine der weltweit wichtigsten Messen für Unterhaltungselektronik, gilt traditionell als Gradmesser für die Trends der kommenden Monate. Das alles beherrschende Thema in diesem Jahr: Künstliche Intelligenz. Diese verlässt zunehmend den Bildschirm und wird in Form von humanoiden Robotern greifbar.
LG-Roboter faltet Wäsche
Der Roboter CLOiD, den LG heuer auf der CES vorgestellt hat, ist nicht nur greifbar, er kann auch greifen. Möglich wird das durch menschenähnliche Arme und Finger, über die der humanoide Roboter verfügt. CLOiD könne zahlreiche Aufgaben im Haushalt übernehmen und den Nutzern verschiedene Tätigkeiten abnehmen, heißt es von LG.
Dazu zählt etwa das Zusammenlegen von Wäsche oder das Ausräumen des Geschirrspülers. Dank KI weiß der Roboter, was er tun soll und kann sich mithilfe seiner Räder selbstständig durch die Wohnung navigieren. Details zu Preis oder Marktstart blieb LG zwar noch schuldig, die Vision eines mechanischen Butlers ist jedoch deutlicher denn je.
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Haushaltsroboter LG CLOiD
© LG
Switchbot
Rund 10.000 Dollar und bis Ende 2026 lieferbar soll der Roboter Onero H1 von Switchbot sein. Der Onero H1 kommt ebenfalls in vermenschlichter Form und verfügt über 2 Arme inklusive Hände. Über Rollen soll er sich durch das Heim seiner Besitzer bewegen und dort allerlei Haushaltsaufgaben erledigen.
In einem Video zeigt Switchbot Tätigkeiten vom Kochen über Waschmaschine beladen und Blumen gießen. Sogar lästiges Fensterputzen soll der Roboter übernehmen können. Er verfügt über ein KI-System, das ihm hilft, sich durch das Heim zu bewegen und seine Aufgaben auszuführen.
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Roboter sollen nicht nur unser Zuhause erobern. Das Unternehmen Starbot zeigt auf der CES etwa einen Service-Roboter, der als Kellner eingesetzt werden kann. Aber nicht nur das - in Hotels oder als Security soll er gleichermaßen arbeiten. Starbot verweist auf den Personalmangel, mit dem die Branche vielerorts kämpft.
© Starbot
Realität vs. Vision
Es dürften vor allem Restaurants oder andere öffentliche Orte sein, wo man Robotern künftig als Erstes begegnen wird. Denn auch wenn einem Hersteller auf der CES anderes glauben lassen, bis der Roboter den Geschirrspüler ausräumt und danach die Hemden bügelt, wird es noch lange dauern.
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Denn selbst mit fortschrittlicher KI ist es eine technische Mammutaufgabe, dass die Roboter sich auf jedes Heim und die Geräte und Dinge, mit denen sie arbeiten müssen, einstellen können. Alleine schon jeder Geschirrspüler funktioniert ein bisschen anders, es gibt Millionen verschiedene Arten von Geschirr. Beim Einsatz in kommerziellem Umfeld sind die Aufgaben in der Regel besser abgesteckt. So kann man dort Dinge wie Geschirr oder Einrichtung entsprechend standardisieren, dass die Maschinen damit umgehen können. Zu Hause wird man wohl kaum die ganze Küche austauschen, nur damit sie mit dem Haushaltsroboter kompatibel ist.
Es ist möglich, dass sich „mechanische Butler“ eines Tages in jedem Heim so gut zurechtfinden, wie ein Mensch das tut. Derzeit befinden wir uns aber noch in einem Entwicklungsstadium, wo man sich schon freut, wenn sich der Saugroboter nicht zum x-ten Mal im Laptop-Kabel verheddert.
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