Parrots Flower Power wird in die Erde der Pflanze gesteckt. Die ermittelten Daten werden per Bluetooth zum Smartphone geschickt

© Gregor Gruber

Parrot Flower Power im Test: Smart-Upgrade für Blumen
02/26/2014

Parrot Flower Power im Test: Smart-Upgrade für Blumen

Der Sensor misst Bodenfeuchte, Lichteinstrahlung, Düngeranteil und Temperatur. Stimmt etwas nicht, schlägt er – im Namen der Rose – per App Alarm.

von Gregor Gruber

Parrot bietet mit dem Flower Power (50 Euro) ein Gadget an, das bei der Pflanzenpflege helfen soll. Das Gerät hat ein Plastikgehäuse und ist in drei Farben verfügbar. Die Gabel mit den Boden-Sensoren wird zur Gänze in die Erde des Blumentopfs gesteckt. Da der herausragende Teil in etwa 9 cm hoch und 7,5 cm breit ist, ist Flower Power für mittlere und große Töpfe geeignet. Zierliche Blumen werden von dem Plastik-Gadget optisch erdrückt.

Zum Betrieb ist eine AAA-Batterie nötig (im Lieferumfang enthalten), die dem Flower Power bis zu sechs Monate Energie liefert. Das Gadget ist wasserfest und laut Parrot auch für den Außeneinsatz geeignet.

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App

Ist das Gadget in der Erde platziert, wird per Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone aufgenommen. Die passende Flower Power App ist derzeit nur für iOS verfügbar, eine Android-Variante ist in Arbeit.

In der App wird aus 7.000 Pflanzen die ausgewählt, in deren Erde der Flower Power platziert wurde. Dazu gehören Blumen, Sträucher, Bäume und auch Gemüse. Für Laien kann das Finden der eigenen Pflanze in der umfangreichen Datenbank die erste Herausforderung sein, da man mitunter nicht den korrekten deutschen Namen, bzw. die botanische Bezeichnung des Gewächs kennt. So ist etwa der im deutschen Sprachgebrauch geläufige „Elefantenfuß“ nur als „Beaucarnea“ in der App zu finden.

In der App können bis zu 256 Pflanzen/Sensoren verwaltet werden. Wer einen besonders großen Garten hat, kann die Position der Pflanzen per GPS markieren und den Standort auf einer Karte anzeigen lassen.

Sensoren

Die Sensoren in der Erde bestimmen anhand der elektrischen Leitfähigkeit die Feuchte des Bodens in Prozent und die Düngermenge. Die Temperatur wird sowohl in der Erde als auch der Luft gemessen. Schließlich misst ein Lichtsensor, ob die Pflanze genug Sonne bekommt.

Die Daten der Sensoren werden per Bluetooth zur App übertragen. Von dort aus werden sie über WLAN oder das mobile Internet zu Parrots Cloud-Server geschickt. Dieser analysiert die Werte und teilt per App mit, ob die Pflanze, Wasser, Dünger, mehr Licht oder andere Temperaturen benötigt.

Ist die Pflanze gut versorgt, wird angezeigt, wann sie das nächste Mal gegossen gehört. Stimmt etwas nicht, wird eine Warnung in der App und eine Push-Benachrichtigung in der Mittteilungszentrale angezeigt.

Abgesehen von der Analyse können im Live-Modus auch die Werte in Echtzeit angezeigt werden. So kann man etwa genau kontrollieren, bis zu wie viel Prozent Bodenfeuchte man die Pflanze gießt.

Lernpotenzial verschenkt

Die Flower Power App bietet zwar eine umfangreiche Datenbank, die auch Details zu den Pflanzen und Pflegehinweise enthält, lässt aber bei gewissen Sachen den User alleine. So gibt es etwa keine Information, was die optimale Bodenfeuchte für die Pflanze ist, welchen Dünger man am besten verwenden soll, oder in welcher Einheit die Sonneneinstrahlung gemessen wird.

Auch sind einige Texte in der Pflanzendatenbank nicht optimal übersetzt und können für Garten-Laien verwirrend sein. Abgesehen davon kann man in der Pflanzen-Datenbank noch einige Details und Tipps finden, die die vorher gänzlich ignorierte Topfpflanze prächtig wachsen und gedeihen lassen kann.

Fazit

Flower Power richtet sich nicht an Profi-Gärtner, die ohnehin wissen, was sie tun. Vielmehr ist es für Pflanzen-Liebhaber, denen bisher das Know-How gefehlt hat, um ihre Blumen in voller Pracht blühen zu lassen.

Gehört man zu den Menschen, die statt einen grünen Daumen einen Giftfinger zu haben scheinen, kann Flower Power die Rettung der Pflanzen sein. So kommt man vielleicht darauf, dass der Topf näher ans Fenster gehört und wird durch die App regelmäßig ans Gießen erinnert.

50 Euro sind ein angemessener Preis für den Seelenfrieden und die Genugtuung, die man erlangt, wenn man nicht alle paar Wochen seine Zimmerbegrünung killt. Weiß man hingegen auch ohne Sensor, dass Pflanzen in regelmäßigen Abständen Wasser und ausreichend Licht brauchen (und versorgt sie auch dementsprechend), kann man stattdessen in eine neue Gießkanne oder einen Designer-Blumentopf investieren.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen mcworld/mcshark und futurezone.at

Mitmachen und Flower Power gewinnen!

mcworld und futurezone.at verlosen einen Parrot Flower Power. Dazu müssen nur drei Quizfragen beantwortet werden. Vergangene Woche hat Iris F. (Rogue79) den Fitbit Zip gewonnen.

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 2. März 2014, um 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Teilnahmebedingungen