Segway Myon
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Neues E-Bike von Segway hat eingebautes Radar

Segway kennt man in erster Linie von seinen Stehrollern, die man in Innenstädten immer noch vereinzelt als Fortbewegungsmittel von Touristengruppen erspähen kann. Die Produktion dieser Geräte wurde übrigens 2020 eingestellt. Der Hersteller, der seit 2015 zum chinesischen Unternehmen Ninebot gehört, baut mittlerweile aber noch mehr Fortbewegungsmittel wie E-Scooter und E-Bikes. Und sogar Mähroboter produziert man mittlerweile.

➤ Mehr lesen: Segway Navimow i105 im Test: Was taugt ein kabelloser Mähroboter?

Auf der Tech-Messe CES 2026 in Las Vegas wird das Unternehmen nun ein neues Fahrrad vorstellen. Das Modell mit der Bezeichnung Myon zielt auf den Massenmarkt der städtischen Pendler ab. Das Design präsentiert sich im ersten Teaser-Video konventionell und erinnert an klassische Trekking-Räder. Bilder und Infos dazu gab Segway auch bereits an The Verge

Das Rad soll auch mit einem besonderen Feature kommen, nämlich mit einem nach hinten gerichteten Radar. Dieses erkennt herannahende Fahrzeuge und warnt Radlerin oder Radler davor. 

Ganz neu ist dieses Konzept nicht. Garmin hat 2020 mit dem RTL516 (140 Euro bei Amazon) ein Rücklicht samt Radar auf den Markt gebracht. 

So funktioniert das Radar

Das Funktionsprinzip des Garmin-Radars gleicht dabei dem, was Segway jetzt macht. Das Radar sendet nach hinten Signale aus und registriert Fahrzeuge, die sich schneller bewegen als man selbst - sich also nähern. Per akustischem oder visuellem Signal wird der Radler dann darauf aufmerksam gemacht. 

Damit kann das Gerät zwar nicht verhindern, dass ein unaufmerksamer Autofahrer einen in den Straßengraben befördert, zumindest kann man als Radler sein bestmögliches tun, damit es zu einem harmlosen Überholvorgang kommt. Etwa indem man vom Überholvorgang nicht überrascht ist und keine hektischen oder unvorhersehbaren Manöver fährt bzw. bestmöglich am Straßenrand bleibt. 

Ein solches Fahrrad-Radar ist darum vor allem dann sinnvoll, wenn man auf Landstraßen fährt, bei denen sich Autos tendenziell eher selten, aber dafür umso schneller nähern. Im Stadtverkehr, wo viel um einen herum los ist, piepsen derartige Geräte mehr oder weniger permanent, was nur eingeschränkt hilfreich ist. Das ist auch der Grund, warum solche Radars in erster Linie im Rennrad-Segment verbreitet sind.

Zahlreiche Radar-Hersteller

Das Garmin RTL516 gilt immer noch als eines der besten Fahrrad-Radar am Markt. Einziger Nachteil ist heutzutage wohl nur der Umstand, dass es per microUSB und nicht per USB-C geladen wird. 2022 folgte ein Nachfolger mit integrierter Kamera (330 Euro bei Amazon). 

➤ Mehr lesen: Garmin Varia RCT715 im Test: Radeln mit Radar und Dashcam

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller, die Rücklicht-Radare verkaufen. Diverse Vergleichstests zeigen jedoch, dass die Fahrzeugerkennung gerade von günstigen Marken aus Fernost oft nicht besonders zuverlässig funktioniert. 

Details zu Myon noch unklar

Viel mehr als das Radar weiß man zum Segway Myon noch nicht. Offizielle Details zu Preis, Akkukapazität und Reichweite hält der Hersteller noch unter Verschluss. Die vollständige Enthüllung ist für den 6. Jänner 2026 im Rahmen der CES in Las Vegas geplant, wobei der Verkaufsstart in den USA voraussichtlich noch am selben Tag erfolgen soll. Zu einem Marktstart in Europa ist noch nichts bekannt.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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