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Steam
04/24/2012

Valve will Kaufpreis an Benehmen knüpfen

Hilfreiche Spieler, die sich in anderen Spielen als nützlich oder freundlich erwiesen haben, könnten laut einem Konzept Spiele geschenkt oder günstiger bekommen. Lästige Spieler wiederum müssten den vollen Preis bezahlen und einzelne Funktionen, wie Chat, zukaufen.

Der Spielehersteller Valve, Schöpfer von bekannten Spieleserien wie Half Life oder Counterstrike und Betreiber der Spieleplattform Steam, plant offenbar ein ungewöhnliches Bezahlkonzept. Valve-Chef und Gründer Gabe Newell kritisierte bereits vergangenes Jahr gegenüber der Branchenzeitschrift develop, dass "die Spieleindustrie immer noch auf dieses kaputte Modell setzt, in dem jeder gleich viel bezahlt." Im selben Interview erwähnte er die Möglichkeit, Nutzer auf der Basis "wie angenehm mit ihnen zu spielen ist" zu bewerten und danach den Preis festzusetzen.

Belohnung für Kameraden, Strafen für Trolle
"Das würde bedeuten, dass zum Beispiel ein wirklich netter Spieler DOTA 2 kostenlos bekommt, weil er sich zuvor in Team Fortress 2 mehr als nur gut benommen hat. Ein wirklich lästiger Spieler, der den anderen Spielern nur auf die Nerven geht, dürfte demnach immer noch DOTA 2 spielen - aber er muss den vollen Preis bezahlen und vielleicht noch einmal 100 Dollar mehr für den Zugriff auf das Mikrofon."

So absurd diese Idee auch auf den ersten Blick erscheinen mag: Newell hat nun in einem aktuellen Podcast-Interview seine Bemühungen in diese Richtung weiter bekräftigt. Demnach geht es Valve derzeit darum herauszufinden, wie "hilfreiche Spieler" für ihre Taten belohnt werden könnten. Ob ein derartiges System allerdings jemals in Valves Spieleplattform Steam umgesetzt werden könne ist unklar.