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24.02.2016

Xiaomi stellt mit Mi5 erstes Smartphone in Europa vor

Der chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi hat mit seiner ersten Produktvorstellung in Europa den Anspruch unter den führenden Anbietern der Branche untermauert.

Xiaomi, im vergangenen Jahr die weltweite Nummer fünf, präsentierte sein neues Smartphone Mi5 am Mittwoch auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Es soll in der Top-Ausführung umgerechnet gut 360 Euro kosten.

Der große Auftritt blieb freilich dem Xiaomi Mi 5 vorbehalten, das als erstes Smartphone des Unternehmens einen "globalen Launch" erfährt. Wie auch andere am MWC vorgestellte Flaggschiffe setzt es auf Qualcomms neuen Snapdragon 820, bringt vier GB RAM und bis zu 128 GB Onboardspeicher mit. Beim Allrodun-Benchmark Antutu (Version 6) soll das Mi 5 einen hohen Score von 142.000 Punkten erreichen. - derstandard.at/2000031699581/Xiaomi-Mi-5-vorgestellt-Hardware-Monster-zum-Mittelklasse-Preis

Was kann das Mi5?

Das Mi5 ist das erste Smartphone des Herstellers, das global vorgestellt wurde. Es setzt auf den neuen Snapdragon 820-Prozessor, bringt vier GB RAM und bis zu 128 GB Speicherplatz mit. Versprochen wurde zudem „Grafik auf Konsolen-Niveau“. Das Smartphone kommt mit einem 5,15-Zoll-Display und wiegt etwas weniger als das iPhone 6. Die Kamera wird von Saphirglas abgedeckt und umfasst einen 16-Megapixel-Sensor mit Dual-LED-Blitz. Es können auch Videos in 4K-Auflösung aufgenommen werden. Als Betriebssystem ist MIUI 7 vorinstalliert, das beim Mi 5 auf Android 6.0 basiert.

Xiaomi verkauft seine Geräte über das Internet vor allem in China sowie in Indien und wurde auf diese Weise im vergangenen Jahr rund 70 Millionen Smartphones los. Eigentlich wollte die Firma 2015 ursprünglich die Absatzmarke von 100 Millionen knacken, bremste dann aber die begonnene Expansion in Asien.Zu einem Marktstart in den USA oder Westeuropa gibt es bisher keine Angaben - die Präsentation in Barcelona ist aber ein weiterer Schritt auf die internationale Bühne. Der für die Auslandsexpansion zuständige Xiaomi-Manager Hugo Barra betonte auch, dass die 2010 gegründete Firma im vergangenen Jahr 3600 Patente beantragt habe. Beobachter gehen davon aus, dass die behutsame Expansion außerhalb von China auch darauf zurückzuführen ist, dass US-Firmen wie Apple wegen Patent- und Geschmackmuster-Verstößen gegen Xiaomi vorgehen könnten, wenn das chinesische Unternehmen stärker in westlichen Industrieländern aktiv ist.