Präsentation der Roboter

"Iron" wurde bei einem KI-Event am Xpeng-Unternehmenssitz in Guangzhou vorgestellt.

© Xpeng

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Xpeng baut weiblichen, humanoiden Roboter

Humanoide Roboter gibt es mittlerweile in vielen Varianten: klein und sportlich wie den Unitree R1, weich und fürsorglich wie den GR-3 von Fourier oder ferngesteuert und tollpatschig wie das Haushaltsmodell Neo 1X. Der chinesische Hersteller Xpeng, der vorrangig für E-Autos bekannt ist, setzt mit der 2. Generation seiner „Iron“-Roboter auf eine andere Eigenschaft: Geschlechtsmerkmale.

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Iron wurde in einer „weiblichen“ Silhouette mit Brüsten und schmaler Taille, sowie einer „männlichen“ mit breiten Schultern und definierten „Muskeln“ an Oberkörper und Armen vorgestellt. Laut Presseaussendung strebt Xpeng mit seinen Robotern nach „extremen Anthropomorphismus“, d. h. möglichst starker Vermenschlichung.

Anmutiger Gang auf dem Laufsteg

Die „weibliche“ Variante des Roboters zeichnet sich durch eine besonders anmutige Gangart – fast wie auf dem Laufsteg einer Modenschau – aus. Iron verfügt laut Xpeng über eine humanoide Wirbelsäule, bionische Muskeln und eine flexible Oberfläche. Insgesamt 82 Freiheitsgrade, davon 22 in jeder Hand, verleihen dem Humanoiden menschenähnliche Bewegungsmöglichkeiten. 

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In sozialen Netzwerken wurden Vorwürfe laut, dass es sich bei so überzeugenden Bewegungen doch nur um einen Menschen im Roboterkostüm handeln könne. Xpeng widerlegte dies durch die Demonstration des Innenlebens – dass die Kommentare von vornherein zu PR-Zwecken fingiert wurden, ist nicht auszuschließen.

KI-Chips und Festkörperbatterie

Im Inneren der neuen Robotergeneration stecken 3 KI-Chips, die laut Hersteller Konversation, Gehen und Interaktion ermöglichen. Das zugrundeliegende KI-Modell VLA 2.0 wurde eigens entwickelt, um autonome Entscheidungen zu ermöglichen. Es kann auch für Autos und Luftfahrzeuge eingesetzt werden.

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Angetrieben wird Iron von Festkörperbatterien mit hoher Energiedichte. Als Anwendungsfall hat Xpeng zunächst Führungen, Shoppingguides und Verkehrslenkung im Sinn. 

Bis Ende 2026 soll die Massenproduktion humanoider Roboter bei Xpeng starten, sagte Geschäftsführer He Xiaopeng bei der Präsentation am Firmensitz in Guangzhou. Bei der Veranstaltung wurde außerdem ein Robotaxi, sowie 2 Drohnen vorgestellt.

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