Science
08/28/2014

ESA: Astronauten könnten in zehn Jahren am Mond landen

Bereits Mitte nächsten Jahrzehnts könnten wieder Menschen auf dem Mond spazieren gehen. Auch der Mars sei weiterhin in Reichweite, so die europäische Raumfahrtbehörde.

Die Europäische Weltraumorganisation Esa behält eine Landung mit Astronauten auf dem Mond sowie auf dem Mars im Blick. „Mit Menschen haben wir mehr Möglichkeiten als mit Robotern, auf die Bedingungen vor Ort einzugehen“, sagte der Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter, am Donnerstag im Esa-Satellitenkontrollzentrum Esoc in Darmstadt.

Supernova_explosion.jpg

A_galaxy_with_a_glowing_heart.jpg

Our_ecosystem.jpg

From_oldest_to_youngest_a_line_of_star_nurseries.jpg

Supreme_Saturn.jpg

2011_GOCE_geoid.jpg

Last_ATV_liftoff.jpg

Smoking_seahorse.jpg

Orbital-2_sunrise.jpg

Meteor_Crater_Arizona.jpg

Supernova_SN2014J_in_nearby_galaxy_M82.jpg

Australian_coast_from_space.jpg

Butterfly_Earth.jpg

Norway_relief.jpg

Eine Landung auf dem Mond könnte schon Mitte des nächsten Jahrzehnts möglich sein, auf dem Mars später. Im Kontrollzentrum feierte die Esa 50 Jahre Zusammenarbeit europäischer Länder in der Raumfahrt.

Raumfahrt in Europa

Die Esa ging 1975 aus den beiden Vorläuferorganisationen Eldo und Esro (European Launcher Development Organisation und European Space Research Organisation) hervor. Deren Start 1964 gilt nach Esa-Angaben als Beginn der europäischen Zusammenarbeit.

Teilnehmer der Feier gingen auf die Bedeutung der europäischen Raumfahrt ein. „Wir erweitern täglich die Grenzen des menschlichen Wissens“, sagte Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. Das Kontrollzentrum sei ein entscheidender Teil. „Esoc hat das Können, Rückschläge und Fehler in Erfolge zu verwandeln.“ Außerdem werde mit den USA, mit China und Japan zusammengearbeitet.

Auch Deutschland ziehe großen Nutzen, meinte die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries (SPD). „Raumfahrt ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken“ - ob etwa bei der Navigation oder bei Katastrophenwarnungen.

Kometen-Landung noch dieses Jahr

An der Esa sind inzwischen 20 Mitgliedsstaaten beteiligt. Das Jahresbudget beträgt rund vier Milliarden Euro. Hauptsitz ist Paris. In den unterschiedlichen Standorten wie Darmstadt, Köln, Noordwijk oder Frascati bei Rom sind mehr als 2200 Mitarbeiter beschäftigt. Das 1967 gegründete Kontrollzentrum Esoc hat bisher mehr als 70 Satelliten gesteuert.

Eines der ambitioniertesten Esa-Projekte ist - erstmals in der Geschichte der Raumfahrt - die Landung auf einem Kometen. Mitte November soll das Minilabor „Philae“ von der Sonde „Rosetta“ aus sich auf den Weg zum Kometen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ machen. „Rosetta“ hat den Kometen vor kurzem erreicht.