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03/30/2016

Innovationen made in Austria ausgezeichnet

Eine photodynamische Desinfektion für Reinräume und Verfahren zur Generierung von Biotreibstoffen gewinnen die Sonderpreise im Rahmen der Gala beim Staatspreis Innovation 2016.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) zeichnete den steirischen Technologiekonzern ams AG für die Entwicklung einer neuartigen optischen Sensorfamilie mit dem renommierten Staatspreis Innovation aus. Im Rahmen der Gala wurden neben dem Staatspreis auch zwei Sonderpreise verliehen.

Den diesjährigen Sonderpreis ECONOVIUS für Klein- und Mittelbetriebe hat das Kärntner Unternehmen Ortner Reinraumtechnik GmbH für die Entwicklung eines innovativen Verfahrens für photodynamische Desinfektion erhalten. Reinräume sind frei von Keimen und Partikeln. Personen, die dort arbeiten, müssen spezielle Sicherheitskleidung tragen und Sicherheitseinrichtungen durchlaufen, bevor sie einen solchen Raum betreten. Beispielsweise ist es notwendig, dass die Kleidung nach jedem Verlassen oder Betreten des Reinraums gewechselt wird, was natürlich Zeit und Geld kostet. Und genau hier setzt das neue Verfahren der Firma Ortner an.

Die Photodynamische Desinfektion (PDc) nutzt ein einfaches Prinzip der Natur, in dem Sauerstoffatome durch Licht angeregt werden und dadurch hochreaktiv gegen unerwünschte Keime arbeiten. Diese PDc-Technologie bietet damit erstmals die Möglichkeit in besonders sensiblen Bereichen wie etwa Intensivstationen oder Quarantänebereichen Menschen in bekleidetem Zustand sanft und trotzdem sicher von unerwünschten Keimen zu befreien. Das bringt nicht nur mehr Effizienz sondern vor allem auch mehr Sicherheit in Laboratorien, bei Lebensmittelfirmen und in Krankenhäusern.

Der von der Wirtschaftskammer Österreich gesponserte Sonderpreis ECONOVIUS richtet sich an besonders innovative Klein- und Mittelbetriebe und ist mit 12.000 Euro dotiert.

Effizientere Biodiesel-Herstellung

Der Sonderpreis VERENA, bei dem innovative Projekte im Energiebereich geehrt werden, ging an das steirische Unternehmen BDI - BioEnergy International AG. Ausgezeichnet wurde das Projekt BDI bioCRACK, welches ein weltweit einzigartiges Verfahren zur Generierung von Biotreibstoffen der zweiten Generation darstellt. Dem steirischen Unternehmen ist es gelungen, im industriellen Pilotmaßstab in der OMV-Raffinerie Schwechat das Vakuumgasöl, ein Zwischenprodukt der Erdölraffination, in diesel- und vor allem benzinhaltige Treibstofffraktionen weiterzuverarbeiten. Bislang war das nur unter äußerst aufwendigen Crackprozessen möglich.

Dieses Verfahren erlaubt es, in den herkömmlichen Produktionsweg feste Biomasse einzuschleusen, die zusammen mit dem Vakuumgasöl gecrackt wird. Die so entstehenden Treibstofffraktionen enthalten nachweislich einen direkten biogenen Anteil von bis zu 20 Prozent, was der gültigen europäischen Dieselqualitätsnorm entspricht. Es bedarf daher keinerlei Adaptierung herkömmlicher Dieselmotoren. Das Verfahren ist technisch einfach und rohstoffflexibel, da neben Abfallholz etwa auch Stroh und Schilf verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil ist eine schnelle Implementation in eine bestehende Raffinerie-Infrastruktur.

Im Fokus bei dem vom Verbund gestifteten Sonderpreis VERENA stehen Unternehmen, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit einem wissenschaftlichen Kooperationspartner umgesetzt haben. Der Sonderpreis VERENA ist mit 12.000 Euro dotiert.

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