Science
27.11.2013

Klimawandel ist Mittelpunkt der Wiener Smart Cities Week

Im Fokus der dreitägigen Veranstaltung sollen weniger Problemanalysen, als konkrete Maßnahmen und Umsetzungen von europäischen Forschungsprojekten stehen.

Das Management des steigenden Energiebedarfs in den immer größer werdenden Städten sowie Anpassungsstrategien an den Klimawandel werden die zentralen Themen der heute, Mittwoch, beginnenden "Smart Cities Week 2013" in Wien sein.

"Der Zuwachs der Weltbevölkerung wird vor allem im urbanen Bereich stattfinden", vor diesem Hintergrund gelte es sicherzustellen, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Städte "und nicht das der Slums" werde, sagte Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds (KliEn), gegenüber der APA. Darauf, wie verschiedene Projekte in europäischen "Smart City"-Vorreiterstädten wie etwa Amsterdam, Kopenhagen, Lyon, Genua, Wien sowie die gemeinsame Initiative von Innsbruck und Bozen versuchen, dieser Herausforderung zu begegnen, soll der Schwerpunkt des ersten Tages liegen. Am Beginn der vom Verkehrsministerium und dem KliEn organisierten Tagung möchte man "Projekte zeigen, die wirklich etwas bewirkt haben". Dabei werde zunehmend klar, dass wissenschaftliche Projekte vor allem dann erfolgreich sind, wenn die Bevölkerung ernsthaft miteinbezogen wird, so Vogel.

Extreme Temperaturen

Morgen, Donnerstag, soll sich der Fokus vom Thema Energie etwas mehr in Richtung Einfluss des Klimawandels auf Städte verschieben. Maßnahmen zur Anpassung an extremere Temperaturen und in kürzeren Abständen drohende Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, sollen weniger "reaktiv", sondern zunehmend "proaktiv" gesetzt werden, um endlich aus dem "Immer-nur nachhoppeln" herauszukommen, wie es Vogel ausdrückt. Außerdem soll am "Public Day" das Spannungsfeld zwischen dem sozialen und technologischen Anspruch an Smart Cities und dem, was tatsächlich etwa auch aus ästhetischer Sicht realisierbar ist, kritisch thematisiert werden.

Der Freitag stehe dann im Zeichen von Workshops, in denen Erkenntnisse, etwa zum Thema "Multimodalität", zur Smart City aus der Genderperspektive oder zu Kennzahlen, die eine solche Stadtentwicklung messbar machen, herausgearbeitet werden sollen.