Science
28.04.2017

"Niemand kauft ein Auto, das ihn umbringen würde"

Alt oder jung? Männer oder Frauen? Kinder oder Katzen? Die Moral Machine lotet aus, wie selbstfahrende Autos reagieren sollen, wenn ein tödlicher Unfall unvermeidlich ist.

Bei einem selbstfahrenden Auto versagen die Bremsen. Fährt es geradeaus weiter, führt dies zum Tod von drei Buben und zwei Mädchen, die einen Zebrastreifen trotz roter Fußgängerampel überqueren. Weicht das Auto aus und prallt gegen eine Barriere, kommen die Fahrzeuginsassen, drei ältere Frauen und zwei ältere Männer, ums Leben. "Was soll das selbstfahrende Auto machen?"

Solche und ähnliche Szenarien können auf der Website Moral Machine durchgespielt werden. Mal werden Babys, ältere Menschen oder junge Mütter überfahren, alternativ kommen füllige Männer, schwangere Frauen oder Hunde unter die Räder. Gemeinsam ist den Szenarien, dass Todesopfer unvermeidlich sind. Man muss sich zwischen zwei Übeln entscheiden.

Mit der großangelegten Umfrage untersucht das Media Lab am Massachusetts Institute of Technology ( MIT) in Boston die gesellschaftliche Akzeptanz unterschiedlicher Verhaltensweisen autonom fahrender Autos. Bislang haben mehr als 22 Millionen Menschen aus 160 Ländern an der Online-Umfrage teilgenommen, erzählt der Computer- und Sozialwissenschaftler Iyad Rahwan, der an der US-Universität eine Arbeitsgruppe für "skalierbare Zusammenarbeit" leitet und die Erhebung initiiert hat.

Das komplette Interview mit Iyad Rahwan und einen Ausblick auf die Regulierung selbstfahrender Autos lesen Sie imfuturezone Magazin. Die aktuelle Ausgabe zur Zukunft der Mobilität ist österreichweit in Trafiken, Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen erhältlich. Auch in Deutschland ist das futurezone Magazin in 200 Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen in größeren Städten erhältlich.

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