Die aufblasbare Tasche soll kleine Asteroiden für den Rohstoffabbau einsammeln
Start-up will 100-Tonnen-Asteroiden mit aufblasbarer Tasche einfangen
Das US-Start-up TransAstra will Asteroiden einsammeln, um ihre Rohstoffe abzubauen. Für diese "New Moon"-Mission hat das Unternehmen jetzt einen noch unbekannten Sponsor gefunden.
Mit einer riesigen aufblasbaren Tasche soll es möglich sein, Asteroiden von der Größe eines Hauses (bis 20 Meter Länge) und einer Masse von 100 Tonnen einfangen zu können. Wie TransAstra-Chef Joel Sercel Arstechnica mitteilt, gäbe es mindestens 250 Asteroiden in der Nähe der Erde, die dafür infrage kämen.
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Asteroiden-Sammelstelle
Die Tasche ist Teil eines Robo-Raumschiffs. Es fliegt zum Asteroiden und fängt diesen mit der Tasche ein. Diese schließt sich dann so weit, dass der Felsbrocken nicht mehr entkommen kann.
Einmal eingefangen, soll das Raumschiff die Asteroiden dann zu einer Sammelstelle bringen. Das könnte eine automatisierte Bergbau-Raumstation sein, die z.B. am Lagrange-Punkt 2 stationiert sein könnte. Der L2 ist 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und jener Ort, an dem sich die Schwerkraft von Sonne und Erde ausgleichen. Dort befindet sich u.a. das James Webb Weltraumteleskop.
Ein ein Meter langer Prototyp der TransAstra-Tasche wurde bereits im September 2025 auf der ISS getestet. Er besteht aus Kapton, einer Kunststofffolie, die besonders dünn, aber robust ist und hohen Temperaturschwankungen standhält. Das Sonnensegel des James Webb Teleskops besteht ebenfalls daraus.
Diese Tasche soll Asteroiden einfangen
© Transastra
Missionsstart noch in diesem Jahrzehnt
Derzeit führt TransAstra eine Machbarkeitsstudie aus. Im Mai soll so klar werden, wie eine erste Testmission stattfinden soll. Geht alles nach Plan, könnte diese bereits 2028 oder 2029 starten. Im Herbst 2025 sicherte sich das Start-up einen Vertrag mit der NASA über 2,5 Millionen Dollar, um die Tasche von einem auf 10 Meter zu vergrößern.
Je nach Typ enthalten Asteroiden Wasser, Edelmetalle oder Mineralien, die theoretisch abgebaut werden können. Zwar gibt es immer wieder Pläne für solche Vorhaben, umgesetzt wurde bisher aber noch keines. TansAstra hofft, die Mission für verhältnismäßig niedrige Kosten von "einigen 100 Millionen Dollar" starten zu können. Ob das realistisch ist, bleibt abzuwarten. Neben dem Bergbau kann die Tasche auch für weitere Gebiete eingesetzt werden. Sie könnte auch gefährliche Trümmer, Weltraummüll oder ausgediente Satelliten im Erdorbit einsammeln.
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