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Umstritten Sony ändert PlayStation Network-AGBs.

Foto: rts/YURIKO NAKAO
Im Rahmen der neuen Geschäftsbedingungen sollen US-Nutzer auf das Recht verzichten, sich an Sammelklagen gegen den Konzern zu beteiligen. Wer den Bedingungen nicht zustimmt, könnte aus dem PlayStation Network ausgeschlossen werden.

Jeder PlayStation Network-Nutzer in den USA, der sich dieser Tage bei dem Service einloggen will, bekommt die neuen Geschäftsbedingungen vorgelegt und muss sie akzeptieren, um auf die gewohnten Inhalten zugreifen zu können. Im geänderten Abschnitt 15 verzichtet der User auf das Recht, sich an Sammelklagen gegen den Konzern zu beteiligen. Jeder Disput muss direkt zwischen dem Kunden und dem Unternehmen ausgetragen werden, so Sony in dem überarbeiteten Dokument. Wer den Bedingungen nicht zustimmt, könnte von dem Online-Dienst ausgeschlossen werden.

Nutzer, die mit diesem Punkt nicht einverstanden sind, müssen sich innerhalb von 30 Tagen schriftlich an die Sony-Zentrale in Los Angeles wenden, um nicht von der Regelung betroffen zu sein. Sony selbst teilte in einer Stellungnahme mit, dass von den überarbeiteten Bedingungen "sowohl Kunden als auch das Unternehmen profitieren sollen". Die Änderung kommt im Zuge der Zusammenlegung der Dienste "Sony Network Entertainment America" mit "Sony Network Entertainment International". Betroffen sind derzeit nur Kunden in den USA.

Der Schritt zeigt, dass der Konzern nach dem massiven Datendiebstahl im April 2011 das Aufkommen von Schadensersatzforderungen und Sammelklagen fürchtet. Bei der Attacke hatten Unbefugte Zugriff auf Daten von mehr als 100 Millionen Kunden, unter anderem wurden Kreditkarteninformationen gestohlen.

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(futurezone) Erstellt am 18.09.2011, 08:00

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