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Deutschland Gewerkschaft warnt vor Schattenarbeitsmarkt im Netz.

Bei Crowdworking-Projekten ist die Entlohnung oftmals sehr niedrig. Die Gewerkschaft warnt jetzt.
Bei Crowdworking-Projekten ist die Entlohnung oftmals sehr niedrig. Die Gewerkschaft warnt jetzt. - Foto: APA/dpa/Nicolas Armer
Crowdworking und andere neue Arbeitsformen brauchen Regeln, warnen Gewerkschaften in Deutschland. Sonst kommt es zum Sozialdumping.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vor Problemen durch einen wachsenden Schattenarbeitsmarkt über Internet-Plattformen gewarnt. Besonders im Dienstleistungsbereich entwickelten sich „neue und sehr kritikwürdige Strukturen“, sagte DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

„Neue Arbeitsformen wie Crowdworking brauchen Regeln, um Wettbewerbsverzerrungen durch Lohn- und Sozialdumping, Scheinselbständigkeit oder Steuerflucht zu vermeiden.“ Beim Crowdworking werden Arbeitsaufträge im Internet angeboten und anschließend vollständig über das Netz abgewickelt. Das betreffe jede Arbeit, die am Computer erledigt werden könne.

„Die Digitalisierung bietet neue Chancen für mehr gute Arbeit, beinhaltet allerdings auch ein hohes Gefährdungspotenzial. Das gilt insbesondere für Routinejobs“, sagte Hoffmann. „Nicht alles, was technologisch machbar ist, ist betriebswirtschaftlich sinnvoll oder gesellschaftlich gewünscht, zum Beispiel Pflege-Roboter.“ Das werde die Entwicklung beeinflussen.

(dpa) Erstellt am 27.02.2016, 13:33

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