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Smartphone-Test Medion X5004 im Test: Günstiges Hofer-Handy mit LTE.

Medion X5004
Medion X5004 - Foto: Gregor Gruber
Das 196,77 Euro günstige Smartphone ist ein Mittelklasse-Gerät mit FullHD-Display, LTE und Dual-SIM-Slot.

Mit dem X5004 bringt Medion den Nachfolger des X5001, das Anfang des Jahres eines der ersten Hofer-HoT-Handys war. Das X5004 sieht auf den ersten Blick dem Vorgängermodell ähnlich. Die Ecken sind stark abgerundet, die Abmessungen recht ähnlich. Die Änderungen stecken im Detail. Statt einem Plastik-Unibody gibt es einen Aluminiumrahmen mit einer Glasrückseite. Die Mischung aus silbernen Rahmen und Glasrückseite ist gelungen, allerdings sind sowohl Vorder- als auch Rückseite sehr anfällig für Fingerschmierer.

Optisch unschön sind die großen schwarzen Ränder zwischen Display und Aluminiumrahmen. An der Unterseite ist noch ein zusätzlicher silberfarbener Streifen. Da die Android-Bedientasten nur am Display sind, wirkt das wie verschwendeter Platz. Allerdings handelt es sich beim X5004 auch nicht um ein 600 Euro teures Premium-Gerät, weshalb man mit den Rändern leben kann.

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Foto: Gregor Gruber
Trotz Glasrückseite liegt das X5004 gut und sicher in der Hand. Es hat aber leichte Lemming-Tendenzen, wenn es man es auf einer leicht abschüssigen Oberfläche ablegt – im Testzeitraum hat es sich mehrmals versucht vom Sofa zu stürzen.

Mit 140 Gramm und etwa 7mm Dicke wirkt das X5004 angenehm leicht. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die Platzierung der physischen Tasten. Diese sind an der linken Seite. Die Standby-Taste befindet sich unter den Lautstärke-Tasten. Da alle Tasten gleich groß und geformt sind, ist es beim Telefonieren anfangs schwierig die richtige Taste zum Lauter- oder Leiserdrehen zu erfühlen.

Display

Das fünf Zoll große LC-Display hat die FullHD-Auflösung 1920 x 1080 Pixel. Es ist zwar hell genug, allerdings ist zwischen Glas und dem eigentlich Display etwas mehr Platz als bei Premium-Modellen. Das erhöht das Spiegeln, wenn man sich draußen bei starkem Sonnenschein aufhält. Im Vergleich zu anderen Geräten in dieser Preisklasse ist die Qualität der Darstellung sehr gut.

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Foto: Gregor Gruber
Die Schärfe passt, Weiß sieht sauber und ein Farbstich ist nicht erkennbar. Die Farben wirken natürlich und kräftig, wenn auch nicht so satt wie bei Smartphones mit OLED-Display.

Leistung

Es ist Android 5.0.2 installiert, inklusive einer ganzen Reihe von Bloatware: Hofer, HoT, Hofer Photo App, McAfee, PhotoDirector, ImageChef, YouCma Makeup, YouCam Perfect, YouCam Snap, Mediathek Radio, News Republic, ebay, Skype, Life Player TripAdvisor und Medion Navigation. Immerhin lassen sich all diese Apps deinstallieren. Ein wenig seltsam ist, dass bei der E-Mail-App, die optisch fast wie Gmail aussieht, die Suche fehlt. Zudem verzichtet das X5004 auf ein LED-Benachrichtigungslicht – sucht man danach in den Einstellungen, wird diese Option zwar angezeigt, führt aber ins Leere.

Der eigene Launcher und Android 5.0.2 scheinen sich nicht gänzlich zu vertragen. Immer wieder bemerkt man kleine Ruckler beim Navigieren durch die Menüs und Animationen sehen nicht ganz flüssig aus. Die Benchmarks liefern folgende Ergebnisse:

  • AnTuTu 64 Bit: 32843
  • 3D Mark IceStorm Extreme 5344
  • Geekbench 3 Multi-Core: 2418
  • Quadrant Standard: 22255
  • Vellamo Metal: 991

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Foto: Gregor Gruber

Akku, SIM-Karen und Kamera

Der Akku ist mit 2600 mAh zwar großzügig dimensioniert, im Alltagseinsatz hält er einen Tag (inklusive feierabendliches Fortgehen).

Das X5004 hat einen Dual-SIM-Slot für eine Micro- und eine Nano-SIM-Karte. Der Nano-SIM-Slot dient gleichzeitig als MicroSD-Slot, der interne Speicher ist 16 GB groß. Beide SIM-Slots können für LTE genutzt werden, aber nicht gleichzeitig. Man muss nach dem Einlegen auswählen, welche der SIMs für 3G/LTE-Dienste genutzt werden sollen. Das Telefonieren und SMSen ist mit beiden SIM-Karten gleichzeitig möglich.

Die Fotos mit der 13-Megapixel-Kamera sehen am Display durchaus ansprechend aus. Die Farben sind gut, die Schärfe passt. In der 100-Prozent-Ansicht am Computer erkennt man ein deutliches Bildrauschen und es mangelt an Details. Bei Nachtaufnahmen ist die Chance auf Verwackeln hoch, weil es keinen Bildstabilisator gibt.

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Foto: Gregor Gruber

Fazit

Das X5004 ist nicht ganz so beeindruckend wie damals das X5001. Gemessen am Hofer-Preis von 196,77 Euro ist es aber viel besser ausgestattet und hochwertiger als andere Smartphones in dieser Preisklasse.

Sollte das Gerät in den Hofer-Filialen nicht mehr erhältlich sein, kann es im Webshop von Medion um 249 Euro gekauft werden. Wer etwas mehr Leistung will, kann das X5020 um 299 Euro kaufen. Dies hat 3 statt 2 GB RAM und 32 GB internen Speicher. Der Prozessor und die sonstigen Komponenten entsprechen dem X5004.

 

Technische Daten auf der Website des Herstellers

(futurezone) Erstellt am 12.11.2015, 06:00

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