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Notebook-Test Toshiba Z20t: Hybrid-Ultrabook mit 14 Stunden Akkulaufzeit.

Toshiba Z20t
Toshiba Z20t - Foto: Gregor Gruber
Das Toshiba Z20t ist eine Mischung aus Tablet und Ultrabook mit einem matten Touchscreen und einer guten Akkulaufzeit.

Toshiba will mit dem Z20t ein Business-taugliches 2-in-1-Gerät liefern. Ähnlich wie bei Microsofts Surface Pro 3 sind die Komponenten eines vollwertigen Ultrabooks in den Tablet-Teil verpackt. Allerdings setzt Toshiba nicht auf ein optionales Tastatur-Cover, sondern ein Tastatur-Dock mit zusätzlichen Anschlüssen und einem zusätzlichen Akku. Das Z20t ist damit eher ein Ultrabook mit abnehmbaren Tablet-Teil anstatt ein Tablet, dass mit einer Tastatur zu einem Ultrabook-ähnlichen Gerät wird. Die futurezone hat das Z20t getestet.

Design und Verarbeitung

Das Z20t ist als Business-Gerät konzipiert und so sieht es auch aus. Die Rückseite des Tablets ist Anthrazitfarben und im Look vom gebürsteten Aluminium gehalten. Leider sind Fingerabdrücke darauf deutlich sichtbar. Das Tastaturdock ist ebenfalls im dezenten Schwarz gehalten. Hervor sticht nur das silberne Scharnier. Die Farbe wirkt etwas unpassend, wurde wohl aber von Toshiba gewählt, um den 2-in-1-Aspekt des Geräts deutlicher hervorzuheben.

Das Tablet ist an der Rückseite ein wenig biegbar und hat einen Hohlraum unter der Mitte, weshalb es nicht gänzlich robust wirkt. Mit einem Gewicht von 730 Gramm ist das Tablet schwerer als es aussieht. Betrachtet man es als ein Ultrabook im Laptop-Format ist das Gewicht angenehm gering, ist man aber aktuelle iPads oder Android-Tablets von Samsung oder Sony gewohnt, sind die 730 Gramm schwerer als einem lieb ist. Durch das bei Notebooks gängige 16:9-Format ist das Tablet im Hochformat etwas schwierig zu halten. Mit Tastatur-Dock wiegt das Z20t 1,51 Kilogramm, was für ein aktuelles Ultrabook doch etwas schwer ist.

Das Tastaturdock macht einen robusten Eindruck, ebenso die Einrastung, die das Tablet damit verbindet. Zwei Führungsstangen, zwei Haken und zwei Kontaktstecker sorgen für eine stabile Verbindung. Allerdings wackelt das Tablet dennoch etwas im Tastaturdock, etwa wenn man mit dem Finger auf das Display tippt. Bei einem Premium-Gerät sollte das eigentlich nicht der Fall sein.

Mäßig gelenkig

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Foto: Gregor Gruber
Der maximale Winkel des Scharniers ist zu gering ausgefallen, um für alle Situationen geeignet zu sein. Dafür kann man aber das Tablet auch verkehrt ins Displaydock stecken. Das Tastaturdock wird so zum Standfuß oder man klappt das Display an die Rückseite des Docks, um es wie einen klassischen Tablet-PC zu nutzen. Dafür ist das Gesamtgewicht von 1,51 kg aber etwas zu hoch.

Auf dem Testgerät wurde Windows 10 installiert, weshalb die automatische Display-Rotation bei angeschlossenem Tastaturdock nicht funktioniert hat. Dies schränkt die Funktionalität des Docks als improvisierten Standfuß etwas ein, das Problem sollte aber in Kürze von Toshiba mit Patches und aktualisierten Treibern behoben werden.

Bedienung

Der Touchscreen reagiert präzise. Auch der mitgelieferte druckempfindliche Stift arbeitet sehr genau. Zwar kann er nicht im Gerät verstaut werden, dafür ist er aber tatsächlich so groß wie ein Kugelschreiber und dadurch angenehm zu halten. An der Seite ist eine Taste, die sich zwar wie eine Zwei-Wege-Taste anfühlt, aber nur eine ist. Diese ist für den rechten Mausklick zuständig. An der Spitze des Stylus ist ein nicht funktionaler Knopf, damit der Stylus wie ein echter Kugelschreiber wirkt. Sollte man den großen Stylus mal vergessen haben, gibt es noch einen kleinen Notfall-Stylus, der im Tablet versteckt ist und keine Tasten hat.

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Foto: Gregor Gruber
Das Touchpad ist nicht besonders gelungen. Es ist nicht gleitfreudig genug und man löst häufig unbeabsichtigt Klicks aus. Der klassische Trackpoint ist als Notlösung in Ordnung. Allerdings wird es wohl nicht allzu oft vorkommen, dass man das Z20t mit Handschuhen verwenden muss.

Die Tastatur ist beleuchtet. Die Tasten sind zwar flach, das Tippgefühl aber in Ordnung. Der Anschlag ist gut, der Widerstand aber nicht ganz gleichmäßig. So braucht man etwa für das S etwas mehr Kraft als für das K.

Ausstattung

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Foto: Gregor Gruber
Das Tablet hat ein mattes FullHD-Display mit 12,5 Zoll. Reflexionen werden unterdrückt, die maximale Helligkeit ist gut, die Betrachtungswinkel hoch und die Farben kräftig. Je nach Variante gibt es einen Intel Core M-Prozessor mit 1,10 oder 1,20 GHz. Beide Versionen haben 8 GB RAM und eine SSD mit 256 GB Speicher. Unter Volllast ist an der Rückseite des Tablet-Teils ein hoher Temperaturanstieg bemerkbar. Hält man das Tablet in der Hand, kann das als unangenehm empfunden werden. Steckt das Tablet im Tastatur-Dock, ist der Temperaturanstieg nicht störend.

Da das Z20t als Business-Notebook gedacht ist, gibt es zahlreiche Anschlüsse. Im Tastatur-Dock sind zwei USB-3.0-Buchsen, Ethernet, VGA, HDMI und Kensington-Lock. Wird das Schloss verwendet, ist der Tablet-Teil natürlich ebenfalls mitgesichert. Im Tablet-Teil sind noch Micro-USB, Micro-HDMI, und Micro-SD-Slots. Auf einen normalgroßen SD-Slot muss man verzichten, ebenso wie auf einen für Business-Geräte fast schon üblichen Fingerprint-Sensor.

Die versprochene Akkulaufzeit von 17 Stunden erreicht das Z20t im normalen Gebrauch zwar nicht, aber bis zu 14 Stunden sind möglich, was durchaus beeindruckend ist. Im reinen Tablet-Modus sind es sechs bis sieben Stunden.

Fazit

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Foto: Gregor Gruber
Das Z20t glänzt vor allem durch die lange Akkulaufzeit, die vielen Anschlüsse und den matten Touchscreen. Dieser wird für die meisten User auch die Haupteingabemethode unter Windows 10 sein, da das Touchpad nicht optimal ist. Die Nachteile der guten Ausstattung und langen Akkulaufzeit sind das mit 1,51 Kilogramm recht hohe Gewicht und der hohe Preis (ab 2399 Euro UVP).

 

Technische Daten auf der Website des Herstellers

(futurezone) Erstellt am 16.10.2015, 06:00

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