Die besten Discord-Alternativen für iOS und Android
Seit Jahren gehört Discord zu den beliebtesten sozialen Plattformen. Während anfänglich vor allem Gamer angelockt wurden, hat sich die Plattform über die Jahre zu einem der wichtigsten Tools für Interessengemeinschaften entwickelt. Spiele-Fans, Anhängerinnen und Anhänger von Influencern oder Coder und User von Software organisieren sich hier auf eigenen Servern, um sich zu bestimmten Themen oder auch ganz allgemein zu unterhalten.
Während die Vormachtstellung von Discord bisher kaum infrage gestellt wurde, hat die kürzlich angekündigte Altersverifikation für große Verärgerung gesorgt. Gehadert wird hier vor allem mit dem Szenario, den eigenen Ausweis mit Discord teilen zu müssen, um Inhalte oder sogar ganze Server sehen zu können. Glücklicherweise gibt es einige Alternativen zu Discord, die teilweise kaum Umstellung erfordern.
Wir stellen euch diese Discord-Alternativen vor:
- Stoat: iOS und Android
- Teamspeak: iOS und Android
- Element/Matrix: iOS
- Signal: iOS und Android
© Stoat
Stoat
Eine der wohl heißesten Alternativen zu Discord ist Stoat. Initial als Revolt gegründet, hat die quelloffene Plattform im Oktober 2025 den Namenswechsel vollzogen. Wer Discord einfach nur wegen der Altersverifizierung bzw. aus Datenschutzgründen verlassen möchte, findet kaum eine App, die näher an das Original kommt.
Sowohl optisch als auch in Sachen Features braucht es von Discord zu Stoat kaum eine Umstellung. Text- und Voice-Channel, die sich in eigene Bereiche sortieren lassen, Berechtigungen, Medien in Chats, Mod-Tools: All das ist bereits vorhanden. Push-Notifications und Screensharing werden derzeit aber noch vermisst.
Ganz besonders hervorgehoben wird bei Stoat der Datenschutz, den man mit der Unterschrift „Made in Europa, aus dem Mutterland der DSGVO“ bewirbt. Auch der Einstieg bei Stoat ist unkompliziert. Vom Start weg können wir andere Communities entdecken oder eine eigene anlegen. Derzeit hakt es bei den Registrierungen aufgrund des Ansturms aber etwas.
Apps sind für alle gängigen Plattformen bereits vorhanden, lediglich die iOS-Version wartet derzeit auf eine Freigabe für Testflight. Hier kann derweil auf die allgemeine Web-App ausgewichen werden.
© Teamspeak
Teamspeak
Totgesagte leben länger. Lange Zeit war Teamspeak das Top-Tool zur Kommunikation während des Zockens. Die immer stärkere Verbreitung von Discord sowie deren Integration von Voice-Channels und direktem Voice-Chat machten Teamspeak langsam aber sicher für die Masse uninteressant. Richtig verschwunden ist die App aber nie.
Tatsächlich wurde sogar Anfang 2025 die Betaversion von Version 6 veröffentlicht, die erstmals Screensharing und das Kaufen von gehosteten Server direkt im Client ermöglicht. Stand heute können auf selbst gehosteten oder öffentlichen Servern Voice- und Text-Channels genutzt werden. Im Vergleich zu Discord steht hier vor allem die Sprachkommunikation im Vordergrund.
In Sachen Berechtigungen gibt es kaum detailliertere Einstellungen als bei Teamspeak. Wer wann wo reden, Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschieben oder einfach nur Channels sehen darf, kann über ein numerisches Rechtesystem festgelegt werden. Während auf dem Desktop die aktuellste Stable-Version Teamspeak 5 ist, ist mobil noch immer Version 3 der neueste Stand.
© Element
Element X/Matrix
Wenn eine Plattform wieder einmal aus der Reihe tanzt und ihre Nutzerinnen und Nutzer verärgert, ist (De)Zentralisierung meist ein besonders heißes Thema. Verfechter dezentraler Anwendungen verweisen dann immer wieder darauf, dass Plattformen nicht nur aus einer Hand verwaltet werden sollen, um Abhängigkeiten zu reduzieren.
Element bietet genau diese Möglichkeit. Aufbauend auf dem Matrix-Protokoll können hier föderierte Server betrieben werden. Anders als bei Discord ist für das Erstellen bzw. Betreiben eines Servers also deutlich mehr Aufwand erforderlich. Der Beitritt auf Servern anderer bringt aber keine besonderen Hürden mit. Die Element-Apps ähneln Discord sowohl auf dem Desktop als auch mobil sehr stark.
Auch hier gibt es unter anderem öffentliche und private Text-Kanäle, die in sogenannte Spaces gruppiert werden können, sowie Voice-Chat und Video-Calling. Eine Besonderheit von Matrix ist das sogenannte Bridging von Diensten. Hier lassen sich unter anderem Slack, WhatsApp, Telegram oder IRC zum eigenen Server „brücken“, um über den Matrix-Server mit diesen Diensten zu kommunizieren.
© futurezone/Screenshot
Signal
Wenn es um sichere Kommunikation geht, gehört Signal zu den Top-Apps. Eigentlich als Alternative zu WhatsApp und Telegram etabliert, bietet Signal heutzutage die wichtigsten Komponenten, um auch eine Alternative zu Discord zu bieten. Während die klassische Kommunikation zwischen 2 Personen und in privaten Gruppen schon lange Kernelement von Signal ist, wurden in den vergangenen Jahren auch Community-Features ausgebaut.
Mittlerweile können Gruppen mit bis zu 1.001 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellt werden. Dank einiger Anpassungen können diese per Link und QR-Code eingeladen werden. Noch viel wichtiger ist aber, dass dank der Einführung von Nutzernamen unsere Telefonnummer nicht mehr sichtbar ist, wenn wir das nicht wollen.
Auch Berechtigungen innerhalb der Gruppen, unter anderem zum Posten und Editieren der Gruppe, können vom Administrator vergeben werden. Voice- oder Video-Calls in einer Gruppe unterliegen einem Limit von 75 Personen. Screensharing ist während den Calls möglich. Wie auch die Textkommunikation sind Anrufe Ende-zu-Ende verschlüsselt.