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30 Jahre USB: 7 kuriose Fakten über den Alleskönner

Wer sich in den 1990er-Jahren mit einem Computer beschäftigt hat, wird sich bestimmt daran erinnern: Mit den zahlreichen verschiedenen Anschlüssen war die Rückseite eines PC-Gehäuses eine Art botanischer Garten der Inkompatibilität. Diesem Chaos sollte ein vereinheitlichter Steckerstandard entgegentreten. 

Die Idee für den "Universal Serial Bus" – USB – war geboren. Ziel war es, einen einzigen, einfach zu nutzenden Anschluss zu standardisieren, der alle bisherigen Steckertypen ersetzt. 

Dafür schlossen sich die damals wichtigsten Technologiekonzerne wie Intel, Microsoft, Compaq und IBM zum "USB Implementers Forum" zusammen. Im Jänner 1996 veröffentlichte dieses Konsortium die ersten Spezifikationen für USB 1.0

Seit 30 Jahren gibt es also den USB-Stecker und die USB-Anschlüsse. Wir nehmen das zum Anlass und zeigen euch 7 kuriose Fakten zum universellen Allesstecker. 

1. USB ist älter als Google 

USB 1.0 kam 1996, Google wurde 1998 gegründet. Es war also nicht möglich, zum Zeitpunkt der Einführung von USB nach "Universal Serial Bus" zu googeln.

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2. Der Dreizack des Neptun

Das USB-Logo basiert auf dem Dreizack des römischen Gottes Neptun. Anstelle der Spitzen findet man jedoch einen Kreis, ein Quadrat und ein Dreieck. Diese verschiedenen Formen sollen symbolisieren, dass der Standard unterschiedlichste Peripheriegeräte (Drucker, Maus, Speichermedien) vereint.

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Das USB-Logo

3. USB war bewusst nicht reversibel

Ajay Bhatt, damals Entwickler bei Intel, gilt als der Erfinder von USB. Er hat mehrfach erklärt, dass man sich bewusst gegen ein umkehrbares Design entschieden hat. Der simple Grund waren die Kosten. 

Ein beidseitig steckbarer Stecker hätte doppelt so viele Drähte und Schaltkreise benötigt. Das hätte die Herstellung massiv verteuert und wäre für eine breite Adaption hinderlich gewesen. 

4. Steve Jobs gab den Anstoß zum Erfolg

Der iMac G3, der im Jahr 1998 seine Premiere feierte, gilt als Wegbereiter für USB. Der Apple-Computer gilt als der erste Computer, der auf die alten Anschlüsse wie Apple Desktop Bus (ADB), SCSI und serielle/parallele Ports konsequent verzichtete und auf USB setzte, um beispielsweise Maus und Tastatur anzuschließen. 

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Ein iMac G3 (David Fuchs / Rama / CC BY-SA 4.0)

5. Apple wurde USB-C aufgezwungen

Die Ironie der Geschichte: Nachdem der iMac G3 im Jahr 1998 dem USB-Anschluss zum Durchbruch verholfen hatte, wurde Apple 26 Jahre später der USB-C-Anschluss per Gesetz aufgezwungen. Seit Ende 2024 ist USB-C nämlich gesetzlich verankert. 

Seither gilt der Stecker in der EU als einheitlicher Ladestandard für Handys und andere elektronische Kleingeräte. Mit dieser EU-Richtlinie wurde auch Apple dazu gezwungen, sich vom hauseigenen Lightning-Anschluss zu verabschieden.

6. Das Namens-Chaos ist ein Markenzeichen

USB ist vor 30 Jahren angetreten, um das Schnittstellen-Chaos zu beseitigen. Böse Stimmen könnten behaupten, dass dabei nicht viel mehr als ein einheitlicher Markenname herausgekommen ist. Denn mittlerweile gibt es derart viele verschiedene USB-Varianten, dass abermals ein undurchsichtiges Dickicht herrscht. 

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Überblick über verschiedene USB-Stecker und USB-Anschlüsse

Es gibt unter anderem USB-A, USB-B, USB-C, USB-Micro, USB 2.0, USB 3.1, USB 3.1 (Gen 1), USB 3.1 (Gen 2), USB 3.2 (Gen 1), USB 3.2 (Gen 2), USB 3.2 (Gen 2x2), USB4, USB4 Gen 2x2, USB4 Gen 3x2, USB4 Version 2.0.

Dann gibt es noch Marketingbezeichnungen und Technologieangaben wie zum Beispiel USB SuperSpeed, USB SuperSpeed+, USB 5Gbps, USB 10Gbps, USB 40Gbps, Thunderbolt 3, Thunderbolt 4, DisplayPort Alt Mode, HDMI Alt Mode und VirtualLink. 

Dieses Chaos, geschaffen von einem Standardisierungskonsortium, gilt längst als Witz. Zumindest hat sich USB-C bei Stecker und Anschluss weitgehend durchgesetzt. 

7. Der Mythos "Hardware sicher entfernen"

"Das USB-Laufwerk wurde nicht sicher entfernt" - eine solche Warnmeldung haben wohl alle schon einmal zu Gesicht bekommen, nachdem sie einen USB-Stecker einfach aus dem Computer abgezogen haben. Jahrzehntelang hatte man Sorge, dass man etwas falsch gemacht hat. 

Tatsächlich war die Funktion "Hardware sicher entfernen" die allermeiste Zeit völlig unnötig. Nur während eines aktiven Schreibvorgangs besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen, wenn man etwa einen USB-Stick einfach abzieht. 

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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