Netzpolitik

Russischer Geheimdienst soll Clinton-Mails gehackt haben

Die Bundespolizei FBI ermittle, sagte John Podesta am Dienstag nach US-Medienberichten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Freitag und Dienstag eine große E-Mail-Sammlung ins Netz gestellt, bei der es sich um Korrespondenz Podestas, des Teamchefs der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin, handeln soll.

Angriffe auf Russland

Bereits im August hatte Wikileaks gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass diese im Vorwahlkampf für Clinton voreingenommen waren, was zum Rücktritt der Parteichefin Debbie Wasserman Schultz führte. Am Freitag beschuldigte die US-Regierung Russland, mit Hackerangriffen die US-Wahl beeinflussen zu wollen.

Podesta beschuldigte den Berichten zufolge zudem das Wahlkampfteam des republikanischen Kandidaten Donald Trump, vom Wikileaks-Gründer Julian Assange im Voraus über die Veröffentlichung der gehackten E-Mails informiert worden zu sein. Der Zeitpunkt - am Tag des Erscheinens eines Videos, in dem frauenfeindliche und vulgäre Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005 zu hören sind - sei kein Zufall.

Außerdem habe Trumps Berater Roger Stone im August in Zusammenhang mit den Hackerangriffen getwittert, auch Podestas Zeit komme bald.

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