iPhone 17e im Test: Solide, aber nicht der beste Deal
Man könnte mutmaßen, dass das "e" in iPhone 17e für "Einstiegsmodell" steht. Auch wenn es passend wäre, ist das aber nicht so. Offiziell hat das "e" keine Bedeutung, soll Apple einmal erklärt haben. Insgeheim soll es aber für "everyone" stehen - also für ein günstigeres Gerät, das für alle erschwinglich ist.
Nun lässt sich darüber streiten, ob ein Preis von 709 Euro für ein abgespecktes Smartphone für alle leistbar ist. Ich habe das iPhone 17e getestet und bin der Frage nachgegangen, ob es derzeit das beste Angebot darstellt, um an ein brauchbares iPhone zu kommen.
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iPhone-5-Vibes
Schon beim Auspacken hinterlässt das schwarze iPhone 17e bei mir ganz starke iPhone-5-Vibes. Es erinnert mich an jenes iPhone, das ich vor 13 Jahren ebenso in Schwarz hatte. Das 17e und das iPhone 5 sind sich tatsächlich sehr ähnlich. Wegen des flachen Rahmens, der kompromisslos scharfen Kanten zum Display hin und des matten Schwarzes kann das 17e eine gewisse Ähnlichkeit mit dem iPhone 5 nicht abstreiten.
Für mich ist es dieser minimalistische Look, der das iPhone 17e interessant erscheinen lässt. Dazu trägt auch die einzige Kameralinse auf der Rückseite bei. Dadurch wird das Gerät nicht überladen und hinterlässt einen leichtgewichtigen und fokussierten Eindruck.
Das 17e ist auf Langlebigkeit getrimmt, wie Apple mehrfach betont. Hält man es in der Hand, wirkt es tatsächlich so, als wäre es besonders robust und widerstandsfähig. Tatsächlich wurde der Schutz des Display-Glas verbessert. Die Front wird beim iPhone 17e von Ceramic Shield 2 geschützt.
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iPhone 17e
© Apple
Technische Spezifikationen
Apple iPhone 17e
- Maße: 146,7 x 71,5 x 7,8 Millimeter
- Gewicht: 169 Gramm
- Display: 6,1 Zoll OLED, 60 Hz, 1.170 x 2.532 Pixel, 800 nits typ, 1.200 nits HBM, HDR, 457 ppi
- Kamera:
- 48 MP Hauptkamera: f/1.6, 26mm, 1/2.55", PDAF, OIS
- Video: 4K@60fps / 1080p@240fps
- Selfie-Kamera: 12 MP, f/1.9; 1/3.6", 4K@60fps
- Prozessor: Apple A19 (3 nm)
- Speicher: 8/256GB, 8/512GB, NVMe
- Akku: 4.005 mAh, kabelloses Laden mit bis zu 15 Watt (Qi2), MagSafe
- Software: iOS 26.3
- Sonstiges: NFC, 5G, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6, Bluetooth 5.3, Single-SIM + eSIM, USB-C-Port, Wasserschutz IP68, Satelliten-SOS
- Farben: Black, White, Soft Pink
- Preis: ab 709 Euro (UVP)
Display mit Abstrichen
Gegenüber dem regulären iPhone 17 ist das iPhone 17e um 240 Euro günstiger (gemessen am UVP). Dieser Preisnachlass geht aber mit einigen Einschränkungen einher. Das bemerkt man im Alltag in erster Linie am Display, das mit 6,1 Zoll spürbar kleiner ist als der Bildschirm des iPhone 17.
Das 17e hat weiterhin eine Display-Einkerbung (Notch) und keine pillenförmige Dynamic-Island-Aussparung. Insofern gibt es beim 17e auch keine interaktive Dynamic-Island-Schaltfläche, zur Anzeige und Steuerung von Songs, von Sport-Live-Scores oder anderweitiger Infos. Das Entsperren des iPhone 17e mittels Face ID funktioniert gewohnt zuverlässig, nur, dass der Sensor dafür eben im Notch statt wie bei den neuen iPhones im Dynamic Island ist.
Außerdem kommt das Display des iPhone 17e mit einer Refresh-Rate von gerade einmal 60 Hz. Wer einen solchen 60-Hz-Screen gewohnt ist, wird beim 17e nichts Negatives bemerken. Wenn man aber von einem 120-Hz-Bildschirm zum günstigen iPhone wechselt, wird einem die Darstellung ruckelig und wenig flüssig vorkommen. Der 60-Hz-Bildschirm bedeutet gleichzeitig, dass es auf dem 17e kein Always-on-Display gibt.
Auch wenn es nur 60 Hz hat, ist das Display des iPhone 17e hochwertig und kann mit seiner Brillanz überzeugen. Die 1.200 nits Peak-Helligkeit klingen nicht wahnsinnig viel, sind aber auf jeden Fall ausreichend.
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iPhone 17e
© Apple
Die Kamera
Dass ein Smartphone nur eine einzige Kameralinse hat, ist im Jahr 2026 eine absolute Besonderheit. Es handelt sich um nahezu dieselbe Kamera, die beim Standardmodell iPhone 17 verbaut ist. Die Bildqualität ist hochwertig und nahezu makellos. Daran gibt es kaum etwas auszusetzen.
Auf ein Weitwinkelobjektiv oder gar ein optisches Teleobjektiv muss man beim iPhone 17e verzichten. Man kann sich zwar des Zooms - von 2x bis 10x - bedienen, dabei handelt es sich allerdings um eine digitale Vergrößerung, die mit entsprechenden Abstrichen bei der Bildqualität einhergeht.
Abstriche gegenüber dem regulären iPhone 17 muss man bei der Frontkamera hinnehmen. Das 17e hat nämlich noch die alte Selfie-Kamera mit einer 12-MP-Auflösung erhalten. Das iPhone 17 hat dagegen eine 18-MP-Frontkamera, die über die Center-Stage-Funktion verfügt und eine höhere Bildqualität bietet.
Kompromisse muss man auch bei den Videofunktionen hinnehmen. Zwar kann die Videoqualität des iPhone 17e weitgehend überzeugen, allerdings gibt es die effiziente Bildstabilisierung des Action-Mode nicht.
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Speicher, Software und eine Einschränkung
Höchst erfreulich ist, dass Apple beim iPhone 17e die Mindestspeichergröße auf 256 GB angehoben hat, während der Preis unverändert blieb. Insofern wurde das 17e im Vergleich zum iPhone 16e eigentlich günstiger. Als Software dient natürlich das aktuelle iOS 26.3. Es ist davon auszugehen, dass das 17e über die nächsten 6 bis 7 Jahre mit den neuesten iOS-Versionen versorgt wird.
Über die Leistungsfähigkeit des A19-Prozessors braucht man sich nicht zu sorgen. Dabei handelt es sich um einen der stärksten Smartphone-Chips. Damit ist man die nächsten Jahre gut gerüstet. Mit dem A19-Chip ist das iPhone 17e sogar leistungsfähiger als das günstige MacBook Neo, das von einem A18-Pro-Chip angetrieben wird.
Ausgestattet ist das iPhone 17e darüber hinaus mit dem neuesten hauseigenen C1X-Mobilfunkmodem. Dieses kommt einem stabileren Mobilfunkempfang und vor allem einer höheren Energieeffizienz zugute.
Schade ist, dass das 17e keinen UWB-Chip verbaut hat. Ohne Ultra-Wide-Band-Funkstandard lassen sich mit dem iPhone 17e keine AirTags oder andere Apple-Geräte per Präzisionssuche orten.
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iPhone 17e
© Florian Christof
Akku mit MagSafe
Seine volle Stärke kann das iPhone 17e beim Akku ausspielen. Mit einer Kapazität von 4.005 mAh hat es verglichen mit anderen Smartphones eine relativ kleine Batterie verbaut. Diese reicht aber aus, um dem 17e eine überdurchschnittlich hohe Akkulaufzeit zu verleihen.
Der A19-Chip, die neue Version des hauseigenen Mobilfunkmodems C1X sowie ein nicht allzu leistungsstarkes und kleines Display sorgen dafür, dass man mit dem iPhone 17e an die 2 Tage mit einer Akkuladung auskommt. Das setzt eine moderate Screentime und eine nicht allzu ressourcenintensive Nutzung voraus.
Die wohl beste Neuerung beim iPhone 17e ist MagSafe. Damit kann das günstige Apple-Handy auch an einer magnetischen Ladestation befestigt werden und auf MagSafe-Zubehör zurückgreifen. Die kabellose Ladeleistung beträgt bis zu 15 Watt.
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iPhone 17e
© Apple
Fazit
Würde ein Android-Hersteller heutzutage ein Smartphone mit den Eckdaten des iPhone 17e auf den Markt bringen, würde es wahrscheinlich im 200-Euro-Einsteigersegment angesiedelt sein. Apple kann dafür 709 Euro verlangen. Aber warum?
Der Grund lautet wie schon beim iPhone 16e: Apple hat einfach keine Konkurrenz. Wer es sich im abgeschotteten Apple-Ökosystem aus iOS-Betriebssystem, iPads, MacBooks usw. gemütlich machen will, muss zu einem Apple-Gerät greifen.
Wie es bei Gated-Communities üblich ist, stecken im Preis auch die Kosten für eine ganze Reihe von Annehmlichkeiten. Dazu zählen beispielsweise das nahtlose Zusammenspiel der einzelnen Apple-Geräte und ein höherer Datenschutz. Man könnte behaupten, dass man eine Art Abgabe für die Nutzung des Ökosystems bezahlt.
Auch wenn es überteuert erscheint, erhält man mit dem iPhone 17e ein solides Smartphone, das auf Langlebigkeit getrimmt ist, mit einem extrem leistungsfähigen Prozessor ausgestattet ist und dessen Single-Kamera eine hohe Bildqualität liefert.
Der Preisvergleich
Ist es der aktuell beste iPhone-Deal? Wohl eher nicht. Als besonders preiswert steht derzeit das iPhone 16e aus dem Vorjahr da. Gegenüber dem 17e muss man bei diesem Gerät lediglich auf MagSafe verzichten und sich mit einem etwas schwächeren Prozessor zufriedengeben. Das iPhone 16e ist auf Preisvergleichsseiten derzeit mit 549 Euro gelistet - allerdings in der 128-GB-Variante. Auf Amazon kostet das iPhone 16e aktuell 569 Euro.
Der Schritt zum hochwertigeren iPhone 17 läuft auf 180 Euro Aufpreis hinaus. Dafür bekommt man eben 128 GB mehr Speicher, einen besseren Screen, eine zusätzliche Kamera und Dynamic Island, aber einen kleineren Akku. Ob diese Zusatzfunktionen die 890 Euro wert sind, muss jeder selbst entscheiden. Dieser Preis bezieht sich auf das günstigste Angebot auf Preisvergleichsseiten. Auf Amazon kostet das iPhone 17 derzeit 906 Euro, bei Apple direkt sind es 949 Euro.
Als Geheimtipp kommt das iPhone 16 ins Spiel. Es kostet derzeit gleich viel wie das iPhone 17e, ist aber eher mit dem iPhone 17 vergleichbar. Angesichts der Eckdaten stellt es den aktuell besten iPhone-Deal dar. Das iPhone 16 ist auf Vergleichsplattformen in der 128-GB-Variante zu einem Preis von 710 Euro gelistet, auf Amazon kostet es derzeit 754 Euro.
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