iPhone Fold: Alles, was wir über Apples Falt-Handy bereits wissen
Mehr als 7 Jahre nachdem Samsung das erste faltbare Smartphone auf den Markt gebracht hat, dürfte es nun endlich auch bei Apple so weit sein. Es wird erwartet, dass im Herbst dieses Jahres erstmals ein faltbares iPhone präsentiert wird.
Aus den nahezu unzähligen Leaks der vergangenen Monate ergibt sich mittlerweile bereits ein recht konkretes Bild davon, was man sich vom Falt-iPhone erwarten darf. Offiziell bestätigt ist noch nichts. Alle Angaben beruhen auf durchgesickerten Informationen.
➤ Mehr lesen: iOS 27 geleakt: Erste Screenshots zeigen neue iPhone-Funktionen
In den Gerüchten, die sich immer mehr verdichten, wird dieses Gerät meist als iPhone Fold bezeichnet. In den vergangenen Wochen taucht aber vermehrt die Bezeichnung iPhone Ultra auf. Wie es am Ende tatsächlich heißen wird, ist noch unklar. In diesem Artikel haben wir sämtliche Gerüchte und Leaks gesammelt. Folgende Punkte werden ausführlich beleuchtet:
- Formfaktor
- Maße
- Display
- Touch ID vs. Face ID
- Kameras
- Software
- Preis
- Marktstart
Der Formfaktor
Der bekannte Leaker Majin Bu hat kürzlich ein Video veröffentlicht und behauptet, es zeige einen Dummy des iPhone Fold. Verglichen mit anderen faltbaren Smartphones soll das iPhone Fold einen etwas ungewöhnlichen Formfaktor erhalten. Das geht aus CAD-Renderings hervor, die seit einiger Zeit kursieren.
Das Google Pixel 10 Pro Fold, das Samsung Galaxy Z Fold7 und die meisten anderen Konkurrenzmodelle haben ein längliches Außen-Display, das in etwa die Form eines gewöhnlichen Smartphones hat. Klappt man diese Geräte auf, kommt ein nahezu quadratisches Innen-Display zum Vorschein.
Beim iPhone Fold wird es den Leaks zufolge genau umgekehrt sein. Zusammengeklappt erscheint es nahezu quadratisch. Aufgeklappt wirkt es eher wie ein gewöhnliches iPad. Der Formfaktor ist ein zentraler Aspekt, mit dem sich Apple von der Konkurrenz abheben möchte.
➤ Mehr lesen: iOS 27: Diese Neuerungen kommen auf iPhone-Nutzer zu
Die Maße
Aus den durchgesickerten CAD-Zeichnungen gehen auch bereits konkrete Maße hervor. Demnach soll das zusammengeklappte iPhone Fold lediglich 120,6 Millimeter hoch und 83,8 Millimeter breit sein. Damit ist es in der Höhe deutlich niedriger als das iPhone 17 mit 149,6 Millimeter, aber breiter als das iPhone 17 mit 71,5 Millimeter.
Das zusammengeklappte iPhone Fold soll 9,6 Millimeter dick sein. Damit würde es genau zwischen den Falt-Handys von Samsung und Google liegen. Das iPhone 17 Pro Max ist übrigens 8,8 Millimeter dick.
Aufgeklappt soll das iPhone Fold auf eine Breite von 167,6 Millimetern und auf eine Höhe von 120,6 Millimetern kommen. Damit ist es nicht ganz, aber am ehesten mit einem iPad mini zu vergleichen, das in der Breite 195,4 Millimeter und in der Höhe 134,8 Millimeter aufweist.
Abgesehen vom Kamerabuckel soll das aufgeklappte iPhone Fold lediglich 4,8 Millimeter dick sein. Damit wäre es noch einmal deutlich dünner als das iPhone Air mit 5,6 Millimetern oder das iPad Pro 13 mit 5,1 Millimetern.
➤ Mehr lesen: Neuer Apple-CEO deutet neue Produkte an, die die Welt verändern
Eine weitere Quelle für die Maße sind Dummys. Der YouTube-Kanal Unbox Therapy hat so einen in die Finger bekommen und die genauen Abmessungen geteilt:
- Höhe: 117 Millimeter
- Breite: 84,27 Millimeter
- Dicke zugeklappt ohne Kamera: 11,02 Millimeter
- Dicke zugeklappt mit Kamera: 16,57 Millimeter
- Dicke aufgeklappt: 5,2 Millimeter
➤ Mehr lesen: Dummy von Apples Foldable in Video präsentiert
Der Faltmechanismus
Ein Grund, warum sich Apple so lange Zeit mit dem Marktstart eines faltbaren Geräts gelassen hat, sei laut Insidern bei der Gestaltung des Faltmechanismus zu finden. Während andere Falt-Handys in der Regel einen gut sichtbaren und deutlich spürbaren Falz in der Mitte des Innen-Displays haben, soll Apple diese unliebsame Sache unbedingt vermeiden wollen.
Den Faltmechanismus so zu gestalten, dass der Falz gänzlich verschwindet, sei Apple allerdings nicht gelungen, heißt es in einem aktuellen Bericht des gut informierten Apple-Insiders Marc Gurman. Der iPhone-Hersteller habe die Display-Falte aber auf ein Minimum reduzieren können.
➤ Mehr lesen: Falt-Handy Oppo Find N6 im Kurztest: Wo ist die unsichtbare Display-Falte?
Das Display
Umgelegt auf die Display-Diagonale bedeuten die Maße einen Außen-Screen von 5,49 Zoll und einer Auflösung von 2.088 x 1.422 Pixel. Das Innen-Display soll eine Diagonale von 7,76 Zoll und eine Auflösung von 2.713 x 1.920 Pixel haben.
Das iPhone Fold soll weder eine Display-Einkerbung (Notch) noch eine pillenförmige Dynamic-Island-Aussparung haben. Stattdessen soll Apple zum allerersten Mal auf ein kleines, kreisrundes Kameraloch setzen, um die Selfie-Kameras im Display unterzubringen. Selfie-Kameras, die sich in einem Kameraloch befinden, soll es übrigens sowohl im Außen-Screen als auch im Innen-Display geben.
Comeback der Touch ID
Die kreisrunden Kameralöcher und das dünne Gehäuse führen direkt zu einem ungewöhnlichen Schritt. Apple soll beim iPhone Fold angeblich auf die Face ID verzichten. Es sei nicht möglich gewesen, die Sensoren in ein derart schlankes Gehäuse zu integrieren oder sie unterhalb des Display-Panels zu verbauen.
Aus diesem Grund soll Apple erstmals seit 2022 auf einem iPhone wieder zur Touch ID zurückkehren. Der Fingerprintsensor soll sich wie bei den iPads in der Power-Taste seitlich am Gehäuse befinden, heißt es in einem Bloomberg-Bericht.
➤ Mehr lesen: Little Finder Guy: Apples neues Maskottchen wird zum Hype
Die Kameras
Bei den Kameras sind noch keine detaillierten Spezifikationen durchgesickert. Anders als bei den Pro-Modellen soll es beim iPhone Fold aber lediglich 2 Kameras auf der Rückseite des Geräts geben. Es wäre naheliegend, wenn es sich dabei um eine 48 MP Hauptkamera und eine 48 MP Weitwinkelkamera handeln würde.
Mit lediglich 2 Kameras wäre das iPhone Fold eher mit dem Standardmodell iPhone 17 vergleichbar als mit den hochwertigeren Pro-Modellen, die zusätzlich noch ein Teleobjektiv mit einem optischen Zoom verbaut haben.
➤ Mehr lesen: Apple stellt günstiges iPhone 17e und neues iPad Air vor
Die Frage nach der Software
Eine besonders spannende Frage richtet sich nach der Software. Da das iPhone Fold irgendwo zwischen einem gewöhnlichen iPhone und einem iPad angesiedelt sein wird, wird auch das Betriebssystem irgendwo zwischen diesen beiden Welten beheimatet sein.
Auf dem Fold soll eine spezielle iOS-Version laufen, die Multitasking und das Handling von mehreren parallelen App-Fenstern ermöglicht. Auch wenn dieses Feature an iPadOS erinnert, sollen am iPhone Fold aber nicht 2 Apps gleichzeitig aktiv sein können. Man könne sie lediglich nebeneinander oder übereinander darstellen, schreibt Gurman.
Es soll außerdem nicht möglich sein, eine iPadOS-Version der Apps auf dem Fold zu installieren. App-Entwickler müssten stattdessen ihre iOS-Versionen für das Fold und dessen neue Display-Formen anpassen. Auf dem iPhone Fold sollen die iOS-Apps dann vielfach eine Seitenleiste erhalten oder anderweitig den zusätzlichen Platz nutzen.
➤ Mehr lesen: Asus-Chef: "Apples MacBook Neo ist ein Schock für die PC-Branche"
... und sonst?
Mitte April sind Bilder aufgetaucht, die angebliche Schutzhüllen des iPhone Fold zeigen. Daraus lässt sich schließen, dass das faltbare Apple-Handy mit einem magnetischen MagSafe-Anschluss ausgestattet sein sollte.
Die Vorserienproduktion in einem Foxconn-Werk soll bereits angelaufen sein. Angeblich sind dabei allerdings unerwartete Probleme aufgetreten. Trotzdem soll der Zeitplan halten. Dieser sieht vor, dass das faltbare iPhone im Herbst präsentiert wird - wohl vom neuen Apple-CEO John Ternus.
➤ Mehr lesen: Tim Cooks Nachfolger: Wer ist eigentlich John Ternus?
Der Preis
Verlässliche oder belastbare Informationen zum Preis des iPhone Fold sind noch nicht durchgesickert. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt jedoch, dass ihre faltbaren Smartphones allesamt die höchsten Preise innerhalb des jeweiligen Portfolios aufweisen.
Es ist also davon auszugehen, dass das iPhone Fold bestimmt nicht weniger als 1.500 Euro kosten wird. Der Preis wird sich wohl eher in Richtung 2.000 Euro bewegen.
➤ Mehr lesen: iPhone Air im Test: Eine Woche mit dem dünnen Apple-Handy
Der Marktstart
Wann das iPhone Fold auf den Markt kommen wird, ist unklar. Es ist ja noch nicht einmal bestätigt, dass es im Herbst überhaupt offiziell präsentiert wird. Mit Spannung erwartet wird jedenfalls die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC, die für gewöhnlich im Juni stattfindet.
Normalerweise stimmt Apple die App-Entwickler bei diesem Event immer auf die Neuerungen ein, die dann ab Herbst in den iPhones zu finden sein werden. Wie Apple beim iPhone Fold damit umgehen wird, ist noch völlig offen.
In diesem Zusammenhang ist es auch nicht gänzlich ausgeschlossen, dass Apple das iPhone Fold bereits auf der WWDC im Juni präsentiert. Dann hätten die Entwickler bis zu einem möglichen Marktstart im Herbst ausreichend Zeit, ihre Apps an den neuen Formfaktor des Falt-iPhones anzupassen. Bei der Einführung der Vision Pro hat Apple beispielsweise auf eine solche Vorgehensweise gesetzt.
Kommentare