AirTags 2 im Test

AirTags 2 im Test

© Florian Christof
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Apple AirTag 2 im Vergleichstest: Lohnt sich der neue Tracker?

Die neuen AirTags sollen eine höhere Funkreichweite und einen lauteren Piepston haben.

Als Apple 2021 die AirTags zum ersten Mal vorgestellt hat, gab der iPhone-Hersteller den Startschuss für ein komplett neues Ökosystem, das aus wieder auffindbaren Bluetooth-Trackern besteht. Mittlerweile gibt es unzählige solche Tracker, die sich als günstigere AirTag-Alternativen anbieten. 

5 Jahre nach der ersten AirTags-Generation hat Apple nun sein Erfolgsprodukt neu aufgelegt, technisch überarbeitet und in manchen Details verbessert. Ich habe die AirTags 2 unter die Lupe genommen, sie mit der ersten AirTags-Generation und einer besonders günstigen AirTags-Alternative verglichen. 

➤ Mehr lesen: Apple AirTag vs. günstige Alternative: Lohnt sich das teure Original?

AirTags 1 vs. AirTags 2

AirTags 1 vs. AirTags 2

Unterschiede kaum zu erkennen

Praktisch ist, dass die neuen AirTags komplett dieselbe Bauform haben wie die Vorgänger. Dadurch können etwaige Schlüsselanhänger oder anderes Zubehör nahtlos wiederverwendet werden. Rein äußerlich sind die beiden Generationen kaum zu unterscheiden. 

Ebenso wenig hat sich an der ursprünglichen Funktionsweise geändert. Die AirTags 2 sind im "Find my" beziehungsweise "Wo ist?" integriert, sie werden weiterhin von einer austauschbaren Knopfzellenbatterie CR2032 angetrieben und sie funken sowohl über Bluetooth LE als auch über Ultra-Wideband (UWB).

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Wie funktionieren die Apple AirTags?

Das AirTag-Netzwerk

Ein AirTag besitzt kein eigenes GPS-Modul und auch keine eigene Internetverbindung. Stattdessen sendet er in regelmäßigen Abständen ein Bluetooth Low Energy (BLE)-Signal aus. 

Jedes Apple-Gerät in der Umgebung (iPhone, iPad oder Mac), das Teil des weltweiten "Wo ist?"-Netzwerks ist, kann dieses Signal empfangen und den Standort des AirTags anonymisiert an die iCloud übertragen. 

Der AirTag-Besitzer sieht diesen Standort dann auf einer Karte – verschlüsselt und für niemanden sonst (nicht einmal Apple) einsehbar.

Präzise Ortung durch UWB

Für die zentimetergenaue Ortung im Nahbereich kommt beim Apple AirTag der Ultra-Wideband-Chip (U2) zum Einsatz, der das "Time of Flight"-Prinzip nutzt. Dabei misst das iPhone extrem präzise, wie lange UWB-Funkwellen zwischen Smartphone und Tracker hin- und herlaufen. 

Durch den Abgleich mit mehreren Antennen im iPhone erkennt das System zudem die Richtung, was die charakteristische Pfeilanzeige auf dem Display ermöglicht.

AirTags 2 im Test

AirTags 2 im Test

Höhere Reichweite

In den neuen AirTags befindet sich der U2-Chip, der für die UWB-Funkverbindung zuständig ist. Gegenüber der Vorgängerversion sollen die neuen AirTags damit auf eine deutlich höhere Reichweite kommen. Das hat sich auch im Praxiseinsatz bestätigt. 

Ich habe sowohl die alten AirTags als auch die neuen AirTags 2 in einem Auto im Wiener Stadtgebiet platziert. Die Ortung über das Apple-Netzwerk, das sich hauptsächlich aus iPhones der Passanten zusammensetzt, hat mir die genaue Adresse auf der Karte im "Find my" angezeigt. 

Im Präzisionssuchmodus haben sich dann die Unterschiede gezeigt. Während mein iPhone auf einer Entfernung von 1,5 Meter von den alten AirTags noch immer kein direktes UWB-Signal erhalten hat, konnte zu den neuen AirTags teilweise bereits ab 4 bis 5 Meter eine solche Funkverbindung aufgebaut werden.

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AirTags 1 vs. AirTags 2

AirTags 1 vs. AirTags 2

Neben den beiden AirTags habe ich auch noch einen billigen Bluetooth-Tracker im selben Auto hinterlegt. Diese AirTag-Alternative kommt ohne UWB und kann daher auch nicht derart präzise geortet werden. Die Adresse des günstigen Trackers wurde zwar ebenso korrekt angezeigt, da es aber keinen Präzisionssuchmodus gibt, kann er nur mühsam nach längerem Suchen aufgespürt werden. 

Höhere Lautstärke

Selbst wenn man den günstigen Bluetooth-Tracker den Piepton abspielen lässt, ist er schwer zu finden. Der Ton ist einfach zu leise und neben einer befahrenen Straße kaum zu hören. Ähnliches gilt für die AirTags der 1. Generation, bei denen der Piepton ebenso ziemlich leise ist. 

Das hat sich bei den neuen AirTags 2 geändert. Apple spricht davon, dass der Ton um bis zu 50 Prozent lauter sein soll. Tatsächlich ist der Piepton der neuen AirTags deutlich besser zu vernehmen. Mit einer App zur Lautstärkemessung wurde der Piepton der alten AirTags mit einem Wert von 85 angezeigt. Die neuen AirTags 2 kamen auf 73. Der billige Bluetooth-Tracker kam lediglich auf 55.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit hat Apple in der Ankündigung zu den neuen AirTags nicht erwähnt. Sie dürfte also nicht deutlich besser ausfallen und weiterhin ungefähr ein Jahr betragen. Wie lange es dauert, bis die Batterie getauscht werden muss, hängt wesentlich von der Qualität der Knopfzellenbatterie ab. 

Ebenfalls neu ist, dass sich die AirTags 2 nun auch mit der Apple Watch aufspüren lassen. Notwendig dafür ist mindestens eine Apple Watch Series 9 oder eine Apple Watch Ultra 2.

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AirTags 1 vs. günstige Alternative vs. AirTags 2

AirTags 1 vs. günstige Alternative vs. AirTags 2

Teuer gegen billig

Der Preisunterschied zwischen den originalen AirTags von Apple und den günstigeren Alternativen ist beträchtlich. Auf Amazon kostet ein Stück des neuen AirTag 2 derzeit 35 Euro. Bei der Billig-Konkurrenz, die in das "Wo ist?"-Netzwerk integriert ist, ist ein 4er-Set schon für 18 Euro zu haben

Den Unterschied machen in der Regel eine bessere Akkulaufzeit, ein lauterer Piepton und vor allem die UWB-Unterstützung für die Präzisionsortung. Und genau hier kommt es darauf an, ob man auf die teureren AirTags oder auf eine günstigere Alternative setzen will. 

Wer ständig vergisst, wo sein Auto geparkt ist, kann getrost die Billig-Tracker in Betracht ziehen. Hier reichen die Adresse und die Markierung auf der Landkarte, um das Auto beziehungsweise den Tracker zu finden. Will man aber kleinere Sachen, etwa einen Schlüssel oder eine Geldtasche im Auge behalten, lohnt es sich auf jeden Fall, sich die originalen AirTags mit UWB-Support zuzulegen.

AirTags 1 vs. AirTags 2

AirTags 1 vs. AirTags 2

Fazit

Lange hat man sich gefragt, warum sich Apple so lange Zeit lässt, um seine AirTags zu aktualisieren. Die Neuauflage liefert dafür nun die Antwort: Es gibt keine revolutionären neuen Funktionen und daher auch keinen wirklichen Grund, die Aktualisierung der AirTags zu überstürzen. 

Die Upgrades im AirTag 2 sind aber dennoch mehr als willkommen. Die deutlich höhere UWB-Reichweite für die Präzisionsortung sowie die wesentlich höhere Lautstärke des Pieptons erleichtern das Auffinden erheblich. Außerdem ist es positiv, dass Apple sowohl die Bauform als auch den Preis unverändert gelassen hat. Seine bestehenden AirTags gegen die neuere Version auszutauschen, ist trotz der Verbesserungen aber nicht notwendig

Wer mit den kleinen Nachteilen der alten AirTags leben kann, kann jetzt ein paar Euro sparen. Denn solange es noch Restbestände der alten AirTags gibt, sind diese ein bisschen günstiger zu haben als die neue Version. Die alten AirTags im 4er-Set kosten auf Amazon 100 Euro, die neuen AirTags 2 im 4er-Pack kommen dort auf 110 Euro.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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Florian Christof

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