Microsoft gibt zu, dass Windows ohne Copilot besser wird
Am Freitag erklärte Microsofts Windows-Chef Pavan Davuluri in einem Blogpost, dass Copilot teilweise zurückgefahren wird. Die Features wurden häufig als „undurchdacht“, „schlecht implementiert“ und „unnötig“ beschrieben. Insgesamt fanden viele Nutzer von Windows 11, dass Copilot vor allem nerviger und kaum nützlicher „Visual Noise“ war – mit ständigen Aufforderungen, etwas in ein Copilot-Feld einzugeben.
Den Schritt erklärt Davuluri als direkte Reaktion auf Nutzerbeschwerden: „Was bei uns angekommen ist, war die Stimme der Menschen, denen Windows ernsthaft am Herzen liegt und die sich etwas Besseres wünschen“, informiert Davuluri die Community. „Wir werden künftig bewusster entscheiden, wie und wo wir Copilot in Windows integrieren, und uns dabei auf wirklich nützliche und gut gestaltete Nutzererlebnisse konzentrieren“, so Davuluri.
➤ Mehr lesen: Windows 12 soll nur mit KI-Chip voll funktionsfähig sein
Copilot wird aus diesen Apps entfernt
Der KI-Assistent wird aus mehreren Standard-Apps entfernt. „Dazu gehört auch, unnötige Einstiegspunkte für Copilot zu reduzieren, angefangen bei Apps wie dem Snipping Tool, Fotos, Widgets und Notepad.“
➤ Mehr lesen: Microsoft Paint erhält einen KI-Button
Bereits vor dem offiziellen Blogpost hatte Windows Central aus internen Quellen erfahren, dass Microsoft vom ursprünglichen Plan einer umfassenden Copilot-Integration ins Betriebssystem wieder abrückt. Auf entsprechende Anfragen erklärte Microsoft, dass die Copilot-Funktionen derzeit überarbeitet würden. In der EU waren die Features um die es geht aber wegen dem Digital Markets Act ohnehin noch nicht vollständig ausgerollt.
Fokus auf Verbersserung von Kernfunktionen
Abseits der teilweisen Entfernung von Copilot will das Entwicklerteam auch an anderen Stellen von Windows 11 nachbessern. So soll die Taskleiste stärker personalisierbar werden, die Startzeit verkürzt und Bildschirmflimmern reduziert werden. Zudem möchte Microsoft die Dateiverwaltung einfacher gestalten – durch eine flüssigere Bedienung und Verbesserungen am Explorer.
Auch der Speicherbedarf des Betriebssystems soll sinken. Nicht zuletzt wegen der stark gestiegenen RAM-Preise, die sich auf die Kosten für Konsumenten auswirken. Sinkende PC-Verkäufe wirken sich negativ auf das Geschäft aus. Die umfangreiche Integration von KI hat zudem diese Systemressourcen beansprucht.
➤ Mehr lesen: RAM von der Müllhalde sorgt für Diskussionen
Seit seiner Einführung im Jahr 2023 versucht Microsoft, seinen „KI-Begleiter“ Copilot zu etablieren. Zunächst wurden dessen Funktionen in verschiedene Microsoft-365-Apps integriert, später wurde das Softwarepaket sogar in „Microsoft 365 Copilot“ umbenannt. Der entsprechende Button ist mittlerweile im gesamten Betriebssystem präsent. Bei Windows 12 soll der KI-Assistent laut Insidern eine noch zentralerere Rolle einnehmen.