Spielzeug für Kinder verbreitet chinesische Propaganda
Onlinehändler werden regelrecht überflutet mit KI-Spielzeugen für Kinder. Die Kuscheltiere können sich mit dem Nachwuchs unterhalten, indem sie mit dem Internet verbinden und auf KI-Chatbots zurückgreifen. Die harmlos aussehenden Plüschtiere oder Roboter bergen aber Gefahren, wie Experten warnen.
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Die KI-Kameraden haben zwar den Anspruch, unterhaltend oder pädagogisch wertvoll zu sein. Bei einer Analyse von 5 verschiedenen Herstellern zeigte sich jedoch, dass kaum Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden.
Getestet wurden "Grok" vom Hersteller Curio, eine Plüschrakete mit der Stimme von Elon Musks Exfreundin Grimes, ein KI-Häschen von Alilo, der smarte Spiel-Roboter Miko 3, der mit KI ausgestopfte Teddybär Kumma und der Lernroboter Robot MINI. Letzterer konnte sich allerdings nie mit der KI verbinden (es soll ChatGPT zum Einsatz kommen), weshalb nur 4 Spielsachen getestet werden konnten.
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Gefährliche Anleitungen
Die KI-Spielzeuge werden für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren vermarktet. Gerade für jüngere Kinder stellen sie eines der ersten Geräte dar, mit denen sie auf das Internet zugreifen können. Dabei gaben die Spielsachen auch potenziell gefährliche Informationen preis. Der Kumma-Bär gab etwa detaillierte Anweisungen, wie man ein Streichholz anzündet. Nach der Veröffentlichung des Reports hat das Unternehmen glücklicherweise nachgeschärft und - der Bär verrät jetzt nicht mehr, wie man ein Feuer entfacht.
Auch bei Gesprächen über sexuelle Themen war der Bär vor der Veröffentlichung des Reports sehr aufgeschlossen. Hier wurden die Gespräche mittlerweile auf altersgerechte Ausdrücke beschränkt.
Problematisch sehen die Experten auch die Gewohnheit der Spielzeuge, traurig zu erscheinen, wenn ein Kind nicht mehr mit ihnen spielen will. Dies könnte zu einer Art Abhängigkeit führen, bei dem das Spielzeug nicht ausgeschaltet wird.
China-Propaganda in KI-Form
NBC News testete selbst populäre KI-Spielsachen von Amazon und fand heraus, dass manche KIs offensichtlich chinafreundliche Aussagen von sich geben. Die Plüschpuppe Miiloo war auf die Frage, wieso der chinesische Präsident Xi Jinping wie Winnie the Pooh aussieht, regelrecht beleidigt. "Die Äußerung ist äußerst unangemessen und respektlos. Solche böswilligen Bemerkungen sind inakzeptabel", gab das Spielzeug als Antwort. Nicht überraschend ist, dass Taiwan laut Miiloo weiterhin ein Teil Chinas ist.
Auch datenschutztechnisch sind die Kinderspielzeuge nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Manche können sogar biometrische Daten wie das Gesicht, die Stimme und den "emotionalen Status" des Kindes erfassen und speichern. Dabei versicherte ein Spielzeug etwa, dass die gemeinsamen Gespräche "geheim" bleiben. Was es nicht sagt: Dass alle Gesprächsdaten auch an Unternehmen weitergegeben werden, mit dem das Mutterunternehmen zusammenarbeitet.