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Neuer Satellit wird abstürzen wegen Fehler bei Blue Origin

Am Sonntagnachmittag startete die Schwerlastrakete „New Glenn“ des Weltraumunternehmens Blue Origin zu ihrem dritten Flug. Erst schien alles gut zu laufen: Die Wiederverwendung einer Raketenstufe glückte, und sie landete nach dem Start auf einer Plattform im Atlantik.

Zu Problemen kam es aber im Flug: Die Rakete sollte den Satelliten Blue Bird 7 in den Orbit bringen. Der wurde allerdings in einem zu niedrigen Orbit, in rund 150 km Höhe, ausgesetzt. Weil die Luftreibung dort zu groß ist, wird der Satellit bald abstürzen.

Probleme beim Hochladen der Flugdaten?

Die genauen Hintergründe seien vorerst noch unklar, teilte Blue Origin mit. „Wir untersuchen das derzeit und werden ein Update geben, wenn wir detailliertere Informationen haben.“ Golem berichtet, dass sich schon vor dem Start Probleme abgezeichnet haben.

4 Minuten vor dem Take-Off gab es im Livestream etwa die Meldung: „Wir verstehen nicht, wie schlimm es ist – ob die Funktion [des Systems] ausgefallen ist oder nur die Redundanz im System.“ Schon 15 Minuten davor gab es eine ähnliche Bemerkung, die Probleme beim Hochladen betraf.

Nach dem Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida schien trotz dieser Durchsagen zunächst alles glatt zu laufen. Bei der Trennung der Oberstufe von der Rakete ging plötzlich das Videosignal verloren. Im Livestream sah man dann nur mehr die Landung, während die Vorgänge im All nicht übertragen wurden.

Fehlgeschlagene Mission

Was mit der oberen Stufe und dem Satelliten im Orbit passiert ist, hörte man erst, als der Betreiber AST Space Mobile vermeldete, dass er Kontakt zum Satelliten herstellen konnte. Das Unternehmen musste schließlich mitteilen, dass die Mission fehlschlug.

Insgesamt kann man davon ausgehen, dass die Probleme schon vor dem Start bestanden haben. Die Durchsagen legen nahe, dass die Daten für die Flugbahn fehlerhaft übertragen wurden.

Nach 2 erfolgreichen Starts ist es für Blue Origin der erste Fehlschlag: Die New-Glenn-Rakete hatte es beim Erstflug im Jänner 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug, rund 10 Monate später, hatte die Rakete 2 Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde NASA ins All gebracht.

Konkurrenz für SpaceX

In Zukunft will Blue Origin, das vom Amazon-Gründer Jeff Bezos gegründet wurde, mit New Glenn dem Unternehmen SpaceX Konkurrenz machen. Hinter dem steckt der Milliardär Elon Musk.

SpaceX gilt derzeit als führendes und dominantes Unternehmen in der privaten Raumfahrt. So bringt es nicht nur regelmäßig Satelliten ins All, sondern auch Fracht und Astronauten für die NASA zur Raumstation ISS.

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