Eine Rakete steigt bei Sonnenaufgang mit orangefarbenem Abgasstrahl über eine weite Landschaft auf.

Der vorerst vorletzte Flug im New Shepard-Programm von Blue Origin.

© via REUTERS / Blue Origin
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Digital Life

Bye Bye, Blue Origin: Keine weiteren Trips für Weltraumtouristen

Das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos stellt sein Weltraumtourismus-Programm überraschend vorerst ein. Mindestens 2 Jahre lang solle es keine Ausflüge für Weltraumtouristen mit der "New Shepard" mehr geben, teilte das Unternehmen am Freitag mit

Stattdessen werde sich das Unternehmen darauf konzentrieren, an seinen Kapazitäten für bemannte Mondmissionen zu arbeiten. Blue Origin ist an der "Artemis"-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA beteiligt.

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38 Flüge seit 2021

Die weitgehend automatisierten Weltraum-Kurztrips für Touristen bietet Blue Origin seit einigen Jahren an. Beim ersten Flug 2021 war Gründer Bezos selbst dabei. Bei 38 Flügen waren nach Angaben des Unternehmens insgesamt 92 Menschen so im All - einige davon mehrmals.

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Besondere Medienaufmerksamkeit erlangten die Weltraum-Trips von Musikerin Katy Perry im April 2025 und des Captain-Kirk-Schauspieler William Shatner im Oktober 2021. Laut eigenen Angaben hat Blue Origin seit Beginn des New Shepard-Programms außerdem über 200 Forschungs-Nutzlasten ins All gebracht.

Kritik

Die Raketenflüge für zahlungskräftige Kunden standen allerdings von Beginn an auch in der Kritik - vor allem wegen ihres geringen wissenschaftlichen Nutzens, der negativen Wirkung auf Umwelt und Klima sowie des elitären Charakters. Es handle sich um unnötigen Weltraumtourismus für Superreiche, lautet der Vorwurf. 

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Zu den genauen Ticketpreisen äußert sich das Unternehmen nicht - allein die Reservierungsgebühr beträgt allerdings 150.000 US-Dollar (ca. 127.000 Euro). Das Formular, um sich auf einen Sitz beim nächsten Flug zu bewerben, ist weiterhin online.

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