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Virale Verbreitung Anonym-Messenger Sarahah erobert App-Stores.

Die Messaging-App Sarahah erlaubt das Versenden von anonymen Botschaften
Die Messaging-App Sarahah erlaubt das Versenden von anonymen Botschaften - Foto: App Store
Die App Sarahah wurde mit dem Ziel gestartet, Chefs ehrliches Feedback zu liefern. Millionen Menschen nutzen sie nun zum Verfassen von anonymen Nachrichten.

In Australien, Irland, Großbritannien und den USA hat es eine bisher völlig unbekannte App namens Sarahah an die Spitze des Apple App Store geschafft. Auch bei Google Play ist die App beliebt. Laut Selbstbeschreibung soll sie dabei helfen eigene Stärken und Schwächen durch ehrliches Feedback von Mitarbeitern und Freunden zu erkennen. Wie Mashable berichtet, hat sie der saudi-arabische Entwickler Zain al-Abdin Tawfiq mit dem ursprünglichen Zweck entwickelt, Vorgesetzten ehrliches, anonymisiertes Feedback von Angestellten zukommen zu lassen. Der arabische Begriff Sarahah lässt sich mit "Aufrichtigkeit" und "Offenherzigkeit" übersetzen. Nun wird die App allerdings über seinen Ursprungszweck hinaus verwendet und gewinnt immer mehr Popularität.

Beliebt bei Jugendlichen

Sarahah ist seit dem Start seiner englischsprachigen Version im Juni offenbar bei Jugendlichen aus dem Nahen Osten genauso beliebt wie bei Jugendlichen im Westen. Anonymes Feedback zu ihrer Person wird von Teenagern nun auf anderen Social-Media-Diensten, etwa Snapchat, verbreitet. Anonymität ist wieder in, Kritiker befürchten allerdings, dass durch Sarahah auch Beleidigungen ausgetauscht und Cyber-Bullying gefördert werden. Durch das rasche Wachstum von Sarahah besteht die Sorge, dass Inhalte nicht ausreichend kontrolliert werden können.

Positive Umgebung als Ziel

Entwickler Tawfiq versucht zu beschwichtigen. Bestimmte offensive Wörter werden gefiltert. Außerdem bestehe die Möglichkeit, bestimmte Nutzer zu blockieren. "Ich versuche wirklich mein Bestes, um eine positive Umgebung zu schaffen", meint er gegenüber Mashable. In der traditionellen arabischen Gesellschaft sei es laut Tawfiq oft schwer, soziale Hürden zu überspringen, um Menschen ehrlich die Meinung zu sagen. Hemmungslose Schikanierungen seien aber nicht im Sinne des Erfinders.

(futurezone) Erstellt am 24.07.2017, 13:20

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