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Smartphones Den Mutter-Kind-Pass gibt es jetzt als App.

 
  - Foto: /IStockphoto.com/SvetlanaFedoseeva
Die FamilienApp ist die digitale Version des Mutter-Kind-Pass. Die App erinnert an Untersuchungen und speichert erhaltene Impfungen.

Den Mutter-Kind-Pass gibt es jetzt zusätzlich in digitaler Form als FamilienApp. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) präsentierte ihn bei einer Pressekonferenz in Wien. Die App erinnert an Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, speichert bereits erhaltene Impfungen und bietet Zusatzinformationen für Eltern auf über 600 Seiten.

"Den Mutter-Kind-Pass gibt es seit über 40 Jahren in Papierform. Er hat sich bewährt, doch wenn der Pass verschwindet, gehen auch alle wertvollen Informationen darin verloren. Deshalb ist es an der Zeit, eine digitale Version anzubieten", sagte Karmasin. Eltern können sich die kostenlose FamilienApp des Familienministeriums ab sofort im Play Store und im Apple Store herunterladen. Den klassischen Mutter-Kind-Pass in Papierform wird es laut Karmasin weiter geben.

Als "wichtigen Schritt zur Verbesserung der Familiengesundheit" bezeichnete Karmasin den Mutter-Kind-Pass. Die digitale Version solle es Eltern noch leichter machen, den Familienalltag zu organisieren und keine Untersuchung mehr zu verpassen. Sobald Eltern das Geburtsdatum ihres Kindes in die App eintragen, errechnet diese alle wichtigen Termine von Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen über Behördenwege bis zu Meldungen an Krankenkassa und Arbeitgeber. Diese Termine können auch in den eigenen Terminkalender importiert werden. Der integrierte Impfpass erinnert an Impftermine und Auffrischungen und bietet einen Überblick über bisher erhaltene Impfungen. Mit der App können Eltern auf Informationen, Checklisten und Experten-Tipps zu Erziehungsthemen zugreifen. Diese stehen "für jede Lebenslage" von der Schwangerschaft bis ins Teenageralter zur Verfügung, erklärte Karmasin.

167 Angebote

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Foto: Bundesministeriums für Familien und Jugend
Die FamilienApp fasse insgesamt 167 verschiedene Angebote der Sozialversicherungsträger zusammen, erklärte Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. Der digitale Mutter-Kind-Pass stelle Projekte zu Themen wie Bewegung, Ernährung oder psychische Gesundheit vor und verlinke auf den Infopoint "Kinder- und Jugendgesundheit" der Sozialversicherungsträger. Das Ziel sei es, dass die App ein Teil der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) werde.

Der Mutter-Kind-Pass wurde 1974 mit dem Ziel eingeführt, die Säuglings- und Müttersterblichkeit zu senken. Fünf Schwangerschaftsuntersuchungen und die ersten fünf Kinderuntersuchungen bis zum 14. Monat sind verpflichtend und an das Kinderbetreuungsgeld gekoppelt.

(APA) Erstellt am 11.07.2017, 16:06

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