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25.11.2016

"Sindr": App findet Kirchen für sündige Gläubige

Ein schottischer Erzbischof hat eine Kirchen-App in Auftrag gegeben, die gläubige User per GPS mit Kirchen verknüpft. Auch Messen und Beichtmöglichkeiten werden angezeigt.

Um dem Wort Gottes auch digital mehr Gewicht zu verleihen, setzt die Erzdiözese von Edinbugh und St. Andrews auf eine neue App, die Gläubigen mitteilt, wo sich Gotteshäuser in der Nähe befinden. Darüber hinaus soll in der App angezeigt werden, wo gerade eine Messe stattfindet oder die Möglichkeit zur Beichte gegeben ist. Die App soll Beichtwilligen unter die Arme greifen, die sich auf Reisen befinden oder auch absichtlich nicht in ihrer angestammten Kirche beichten wollen, um anonym zu bleiben.

Sindr statt Tinder

Britische Medien haben den Fokus auf die Beichtfunktion zum Anlass genommen, die App in Anlehnung an Tinder und Grindr als "Sindr" zu bezeichnen. Offiziell ist der Name programmatischer gewählt, die App, die erst 2017 offiziell veröffentlicht wird, lautet auf den Namen "The Catholic App". Bei der Vorstellung im Vatikan teilte der Erzbischof von Edinburgh mit, dass es schon viele Anfragen von Kirchen in anderen Regionen gebe, welche in die App aufgenommen werden wollen.