B2B
28.07.2018

Aktionär verklagt Facebook wegen Kurseinbruch

Aufgrund des hohen Wertverlusts an der Börse will der Aktionär eine Sammelklage gegen Facebook einreichen.

Nach dem heftigen Kursabsturz der Aktie verklagt ein Anteilseigner das soziale Netzwerk Facebook und seinen Chef Mark Zuckerberg in einem Bundesgericht in Manhattan. Die am Freitag bekannt gewordene Klage wirft Facebook und Zuckerberg vor, gegen Kapitalmarktrecht verstoßen zu haben. Der Aktionär strebt eine Sammelklage an und fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Die Aktie des Internet-Netzwerkes war am Donnerstag um rund 19 Prozent eingebrochen. Dadurch kam es zu einer Kapitalvernichtung von über 100 Milliarden US-Dollar. Der Facebook-Konzern, der zuletzt wegen Datenskandalen in den Schlagzeilen war, hatte die Anleger mit seinem Geschäftsbericht und dem Ausblick schockiert. Mindestens 16 Brokerhäuser senkten ihre Kursziele. Sie wiesen darauf hin, dass unter anderem die bessere Beachtung der Privatsphäre der Nutzer Kosten mit sich bringen würde. Dies könne die Gewinnmargen von Facebook für mehr als zwei Jahre belasten.

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst erwischte der Kurseinbruch hart. Durch den Absturz der Aktie verlor er fast 16 Milliarden US-Dollar.