In Zukunft könnten wieder Filialen unter der Marke DiTech aufsperren

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Österreich
06/10/2014

e-tec kauft DiTech-Reste: Sieben Standorte geplant

Der Verkauf der DiTech-Reste durch den Elektronikhändler e-tec ist rechtswirksam, wie am Dienstag bekannt wurde. Damit feiert die Marke eine unverhoffte Wiederauferstehung.

von Martin Stepanek

Wie e-tec am Dienstag in einer Presseaussendung bekannt gab, ist der in der futurezone bereits vergangene Woche vermeldete Kauf der DiTech-Konkursmasse nun auch offiziell unter Dach und Fach. Offenbar sind sieben DiTech-Standorte geplant, davon vier Filialen im Raum Wien, sowie in Graz, Innsbruck und Klagenfurt. Ob diese Pläne tatsächlich auch in die Praxis umgesetzt werden können, werde derzeit evaluiert.

Die neu zu gründende DiTech GmbH wird Ihren Sitz in Wien haben. Geschäftsführer wird Bert Kuhn sein, Chef und Eigentümer der Mutterfirma e-tec electronic GmbH. Kuhn erwartet sich von der neuen DiTech-Firma einen Umsatz von 25 bis 50 Mio. Euro - ja nach Anzahl der betriebenen Standorte. Vorerst will Kuhn mit 20 bis 40 Mitarbeitern arbeiten. DiTech-Neu soll aufgrund der starken Synergieeffekte mit der Mutter e-tec schon im ersten Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften.

Strategischer Schachzug

Wie Kuhn gegenüber der futurezone bekräftigte, will man mit der Wiedergeburt der DiTech-Marke unter anderem auch das eigene Retail-Geschäft stärken, da DiTech früher mit entsprechendem Beratungs-Service in Fachgeschäften punkten haben könne, während e-tec vor allem im Online-Geschäft stark sei.

e-tec hat seinen Firmensitz im oberösterreichischen Timelkam und betreibt 15 Filialen. Laut „FirmenCompass“ gehört die Firma Kuhn zu 100 Prozent. Sie beschäftigt 53 Mitarbeiter, das Eigenkapital lag im Vorjahr bei 2,04 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten bei 1,41 Mio. Euro. Zum Vergleich: DiTech hatte vor der Schließung im April 254 Mitarbeiter und 22 Filialen.