Subventionen
05/28/2012

EU soll gegen Huawei und ZTE ermitteln

Laut Financial Times wird Unternehmen Bezug illegaler Fördergelder vorgeworfen.

Die Europäische Union will laut einem Zeitungsbericht der Financial Times angeblich gegen die beiden chinesischen Telekom-Ausrüster Huawei und ZTE wegen illegaler Fördermittel vorgehen. Den beiden Unternehmen wird vorgeworfen, Unterstützungen von der chinesischen Regierung erhalten zu haben, die es ermöglichten ihre Produkte innerhalb der EU unter dem Normalpreis zu verkaufen. In der Rangliste der weltweit größten Telekom-Ausrüster liegt Huawei auf Platz 2 und ZTE auf Platz 5. Beide Unternehmen könnten im Falle eines illegalen Vorgehens mit Strafzöllen belegt werden.

Im Mai hatte EU-Handeskommissar Karel De Gucht angekündigt, die EU würde neue Handels-Verteidigungsmaßnahmen planen, um Förderungen und Preis-Dumping seitens Handelspartnern wie China zu unterbinden. De Gucht warf China vor, “fast alles” zu unterstützen und den Wettbewerb dadurch zu erschweren. Zu den europäischen Konkurrenten von Huawei und ZTE zählen unter anderem Ericsson, Alcatel-Lucent und Siemens-Nokia.

Wie Reuters-Blogger Wei Gu anmerkt, sind staatliche Förderungen gängige Praxis in China. Die besagten Unternehmen seien jedoch so erfolgreich am Markt, dass sie Förderungen im Grunde nicht nötig hätten. Huawei grabe Marktführer Ericsson stetig Marktanteile ab und punkte durch günstige Produkte vor allem in Entwicklungsmärkten. Staatliche Förderungen seien in dem Fall eine lästige Begleiterscheinung, die es der EU leicht machen, China unfaire Praktiken zu unterstellen.