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Wachstum

Intel gibt dem PC-Markt wieder Hoffnung auf Aufschwung

Eine gestiegene PC-Nachfrage sowie der Ausbau von Rechenzentren sorgen für ein Comeback des Prozessorenherstellers Intel. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 8 Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar (10,2 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich sogar um 40 Prozent auf unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar, wie Intel am Dienstag mitteilte.

Wende geschafft

Intel war vom Boom der Smartphones und Tablets kalt erwischt worden. Der Konzern hatte zunächst keine passenden stromsparenden Chips für die mobilen Geräte im Angebot. Gleichzeitig schrumpften die Verkäufe von klassischen PC, die zum allergrößten Teil mit Intel-Prozessoren laufen. Einziger ernsthafter Rivale ist hier AMD.

Intel habe seine Produktpalette ausgebaut, erklärte Firmenchef Brian Krzanich nun am Sitz in Santa Clara. Das Unternehmen arbeitet unter anderem daran, seine Chips in Alltagsgeräte zu integrieren, um sie mit dem Internet zu verbinden. Die Palette reicht vom Auto bis zum Babyfon. Auch etliche neue Tablets laufen mittlerweile mit stromsparenden Intel-Chips.

Plus statt Stagnation

Gleichzeitig sagen Marktforscher eine Erholung des PC-Marktes voraus. Vor allem Unternehmen schaffen neue Computer an, weil Microsoft die kostenlose Versorgung mit Updates für das betagte Betriebssystem Windows XP eingestellt hatte.

Intel hatte bereits vor einem Monat signalisiert, dass die Geschäfte besser laufen als erwartet. Die Kalifornier hoben ihre Jahresprognose an und erwarten statt einer Stagnation nun ein Umsatzplus von rund 5 Prozent. Das hörten die Anleger gerne: Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent.

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