B2B
20.03.2013

Microsoft soll Regierungen bestochen haben

US-Behörden haben Ermittlungen gegen Microsoft wegen des Verdachts auf Bestechung ausländischer Regierungen eingeleitet. Microsoft prüft die Vorwürfe und will mit den Behörden zusammenarbeiten.

Das Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC prüften Aussagen eines früheren Microsoft-Vertreters in China sowie Beziehungen des Unternehmens mit einigen Geschäftspartnern in Rumänien und Italien, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen.
Microsoft kündigte eine eigene Untersuchung an. Man nehme alle Vorwürfe von Fehlverhalten ernst und prüfe sie gründlich unabhängig davon, aus welcher Quelle sie kämen, erklärte Konzern-Jurist John Frank in einem Blogeintrag.

Anonymer Hinweisgeber
Die Vorwürfe zu China kämen von einem anonymen Hinweisgeber, berichtete die Zeitung. Er habe behauptet, ein Manager einer Microsoft-Tochter in China habe ihn angewiesen, chinesischen Beamten Schmiergelder anzubieten. Die Vorwürfe seien bereits 2010 im Auftrag von Microsoft von einer externen Firma geprüft worden, die Untersuchung habe aber keine Vergehen ergeben.

Zugleich prüfen die Ermittler laut „ Wall Street Journal“ die Rolle von Microsoft bei Vorwürfen, dass Vertriebspartner Schmiergelder angeboten hätten, um sich für Software-Verträge vom Telekommunikationsministerium in Rumänien zu sichern. Außerdem würden Beziehungen des Unternehmens mit Beratern in Italien unter die Lupe genommen, hieß es.

 

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