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Nokia wird pro verkauftem 5G-Handy drei Euro verdienen

Nokia hat angekündigt, dass es durch seine Patente drei Euro pro verkauftem 5G-Smartphone verdienen wird, wie telecoms.com berichtet. Das wird Investoren freuen, die schon länger darauf gewartet haben, dass Nokia einen Betrag nennt, den es für die Nutzung seiner Patente einheben wird. Nokia wird demnach in den kommenden Jahren viel Geld durch Lizenzzahlungen verdienen.

Schon bisher hat Nokia an seinen Patenten gut verdient. Im Jahr 2017 hat das Unternehmen 1,6 Milliarden Euro an Lizenzzahlungen eingestreift. Nokia erwartet, dass seine Patente, nachdem der 5G-Standard in einigen Monaten finalisiert sein wird, auch in der Mobilfunkinfrastruktur der Zukunft gute Erträge bringen werden. Durch die erwartete Zunahme von vernetzten Geräten im 5G-Zeitalter könnte Nokias Einnahmen sogar noch deutlich zunehmen, wobei die Lizenzgebühren für IoT-Geräte noch nicht bekanntgegeben wurden.

Ericsson, Huawei und Qualcomm

Nokia ist nicht die einzige Firma, die auf wertvollen Patenten sitzt. Ericsson hat bereits im März angekündigt, dass es bei Einsteigergeräten 2,50 Euro für die Nutzung seiner 5G-Patente verlangen wird und bei teureren Produkten bis zu fünf Euro pro Gerät. Auch Qualcomm, das durch seinen Einfluss auf die Standardisierung der 3G- und 4G-Technologie derzeit die meisten Lizenzgebühren einstreift, wird für seine 5G-Patente von Smartphoneherstellern und Telekominfrastrukturausrüstern eine Menge Geld bekommen. Die Lizenzgebühren sind seit Jahren für den Großteil des Gewinns des US-Chipherstellers verantwortlich.

Huawei sitzt auch auf relevanten Patenten, hat bislang aber noch keinen pro-Gerät-Betrag bekanntgegeben. Wer am Ende die Nase vorne hat und am meisten Geld mit den 5G-Patenten verdient, wird sich entscheiden, wenn die 5G-Standards finalisiert werden.

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