B2B
07.07.2017

Qualcomm fordert Verkaufsstopp für iPhones in den USA

Der Rechtsstreit zwischen dem Chipkonzern Qualcomm und Apple geht in die nächste Runde.

Qualcomm wirft dem iPhone-Hersteller Apple Patentverstöße vor. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag an, vor der US-Aufsicht einen Verkaufsstopp für einige iPhone- und iPad-Modelle zu fordern, in denen bestimmte Chips eingesetzt werden. Qualcomm hält sechs Patente für Technologien, die die Akkulaufzeit der Smartphones verlängern.

Qualcomm nannte zwar keinen Hersteller der Chips, gemeint ist aber der Rivale Intel, der Teile für das iPhone 7 liefert. Auf Kritik bei Qualcomm stoßen dabei nicht die Chips selbst, sondern die Art und Weise, wie sie in den Smartphones eingesetzt werden. Intel lehnte eine Stellungnahme ab.

Langer Gerichtsstreit

Apple und Qualcomm streiten schon seit längerem vor Gericht. Erst Anfang des Jahres verklagte Apple den Chiphersteller auf Schadenersatz in Milliardenhöhe. Der Disput könnte sogar Auswirkungen auf die LTE-Leistung beim kommenden iPhone 8 haben.

Das Lizenzgeschäft für Mobilfunkpatente ist der gewinnträchtigste Konzernbereich von Qualcomm. Dem Unternehmen setzt hier aber nicht nur der Abschwung auf dem Smartphone-Markt zu. Es steht damit auch rund um den Globus im Visier der Wettbewerbshüter. Im Februar 2015 zahlte der Konzern eine Strafe über 975 Millionen Dollar in China. Vor zwei Jahren erhob zudem die EU-Kommission den Vorwurf des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Position.