B2B
12/18/2012

Samsung stoppt Patentklagen gegen Apple

Der Konzern stellt einige Patentklagen gegen Apple in Europa ein. Samsungs Vorgehen wird derzeit von der EU-Kommission untersucht. Der südkoreanische Konzern hatte zahlreiche Standard-Patente verwendet, um Verkaufsverbote gegenüber Apple-Produkte zu erwirken. Der IT-Konzern hatte mit den selben Mitteln in zahlreichen anderen Nationen zurückgeschlagen.

Im Patentkrieg von Apple und Samsung lassen die Südkoreaner einen großen Teil der Vorwürfe in Europa fallen. Samsung werde die Anträge auf Verkaufsverbote auf Basis von Standard-Patenten zurücknehmen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Patente, die zum Grundstock technischer Standards wie UMTS gehören, müssen zu fairen Konditionen lizenziert werden. Daher waren Verkaufsverbote auf ihrer Basis schon lange umstritten. Das Vorgehen von Samsung wird deswegen von der EU-Kommission unter die Lupe genommen.

Ende der Patentklagen in Sicht
Der Schritt von Samsung könnte auch mit der EU-Untersuchung zusammenhängen. Der Internet-Konzern Google, gegen den in Europa und den USA ähnliche Untersuchungen mit Blick auf Standard-Patente des gekauften Handy-Herstellers Motorola laufen, legte bei solchen Patentklagen bereits einen Gang zurück. Bei Samsung machen Standard-Patente einen großen Teil der Ideenklau-Vorwürfe gegen Apple aus.

Kein Verkaufsverbot
Wenige Stunden zuvor hatten Apple und Samsung beide nur

in ihrem großen Patentverfahren in Kalifornien erzielen können. Die zuständige Richterin verweigerte Apple ein Verkaufsverbot gegen gut zwei Dutzend Samsung-Smartphones. Zugleich lehnte sie die Forderung von Samsung nach einem neuen Prozess in diesem Verfahren ab, in dem kalifornische Geschworene Apple gut eine Milliarde Dollar Schadenersatz zugesprochen hatten.

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