B2B
06.07.2018

Schwache S9-Verkaufszahlen bremsen Samsung aus

Obwohl der Gewinn im zweiten Quartal gesteigert werden konnte, liegt das Ergebnis weit hinter den Erwartungen von Analysten.

Beim Smartphone-Marktführer Samsung deutet sich ein Ende der Rekordserie bei den operativen Gewinnen an. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im zweiten Quartal 2018 im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf etwa 14,8 Billionen Won (11,3 Milliarden Euro) steigen, teilte das südkoreanische Technologieunternehmen am Freitag in seinem Ergebnisausblick mit. Die Zahlen lagen jedoch unter den Erwartungen des Marktes. Analysten führten dies auf schwächere Smartphone-Verkäufe zurück.

Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um knapp 5 Prozent auf 58 Billionen Won. Genaue Geschäftszahlen legt der führende Anbieter von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern wie üblich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Laut einer Umfrage der nationalen Finanznachrichtenagentur Yonhap Infomax unter 21 Wertpapierhäusern lag die Gewinnschätzung bei 15,2 Billionen Won. Samsung hatte über ein Jahr lang Betriebsgewinne in Rekordhöhe verzeichnet. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Gewinn bei 15,6 Billionen Won.

Schwache Verkaufszahlen

Der Gewinnanstieg dürfte nach Einschätzung von Analysten vor allem auf das starke Chip-Geschäft zurückzuführen sein, mit dem das Flaggschiff-Unternehmen der Samsung-Gruppe mit Abstand das meiste Geld verdient. Dagegen sei der Absatz des neuen Smartphone-Spitzenmodells Galaxy S9 zuletzt geringer als erwartet ausgefallen, berichtete die Agentur Yonhap.

Schätzungen zufolge sollen dieses Jahr lediglich 31 Millionen Stück des Smartphones verkauft werden - so wenige wie seit dem Samsung Galaxy S3 nicht mehr. Das vor zwei Jahren vorgestellte S7 war mit mehr als 50 Millionen verkauften Einheiten der bisherige Spitzenreiter. Die S9-Reihe wurde Ende des ersten Quartals auf den Markt gebracht.

Der Apple-Rivale bekommt auch weiter kräftig die Konkurrenz aus China zu spüren, unter anderem vom in Europa expandierenden Xiaomi und Huawei. Die Marktforscher von Garnter gehen davon aus, dass der Druck auf den südkoreanischen Hersteller in diesem Jahr andauert.