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Absage
06/15/2012

Spiele-Anbieter wenden sich von Google+ ab

Wooga und Popcap ziehen sich von Googles sozialem Netzwerk zurück, da ihre Spiele zu wenig genutzt werden. Damit verliert Google zwei der größten Spielestudios auf einen Schlag. Die ersten Spiele für Google+ waren erst vor zehn Monaten an den Start gegangen.

Das soziale Netzwerk des Internetkonzerns Google hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Spieleentwickler Wooga und Popcap, das im vergangenen Jahr von Electronic Arts übernommen wurde, ziehen ihre Spiele von der Plattform zurück. Wooga begründete dies gegenüber dem Blog All Things Digital recht deutlich: "Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, da wir deutlich mehr Kunden auf Facebook haben und diese auch tatsächlich aktive Nutzer sind." Popcap gab sich zurückhaltender und sprach lediglich davon, dass "Ressourcen umgeschichtet" werden sollen und künftig für andere Umsetzungen von Bejeweled zum Einsatz kommen sollen.

Mageres Spieleangebot auf Google+
Wooga verlor keine Zeit: der deutsche Spieleentwickler hat Monster World bereits offline genommen, weitere Titel sollen am 1. Juli folgen. Damit verliert Google einen großen Partner, denn Wooga ist die derzeitige Nummer Drei auf Facebook, hinter Zynga und Electronic Arts. Derzeit finden sich insgesamt 40 Spiele auf Google+, darunter einige bekannte Titel wie Angry Birds und Mafia Wars.

Kaum aktive Nutzer
Die Ankündigung von Spielen auf dem neuen sozialen Netzwerk wurde von den Entwicklern ursprünglich sehr positiv aufgenommen, da Google lediglich fünf Prozent der Umsätze für sich einbehält. Facebook nimmt sich mit 30 Prozent einen deutlich größeren Anteil, doch das 900 Millionen Mitglieder fassende Netzwerk scheint auch so immer noch die rentablere Variante zu sein. Denn auch wenn Google+ laut eigenen Angaben derzeit knapp 90 Millionen Mitglieder zählt, dürften sehr viele dieser Registrierungen nicht mehr aktiv sein. Google gab zwar selbst an, dass mehr als 60 Prozent der registrierten Nutzer zumindest einmal ein Tag ein Google-Produkt nutzen, doch das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass dies auch Google+ ist. Insbesondere durch die Integration von Google+ Daten in das Suchergebnis könnten diese Zahlen ohnehin nur schwer zu ermitteln sein.

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