B2B
24.10.2014

Verdi droht Amazon mit Streiks im Weihnachtsgeschäft

Die deutsche Gewerkschaft fordert Tarifverträge für die Beschäftigten ein und droht mit Arbeitsniederlegung.

Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat dem Online-Versandhändler Amazon mit Streiks im Weihnachtsgeschäft gedroht. Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte der "Bild"-Zeitung vom Samstag, der Arbeitskampf werde fortgesetzt, um den Druck auf den Konzern weiter zu erhöhen. Streikaufrufe könnten "sehr kurzfristig" passieren.

Weihnachten als Druckmittel

"Notfalls setzen wir unseren Kampf im Weihnachtsgeschäft fort", sagte Lauenroth-Mago der Zeitung. Erst Ende September waren die Beschäftigten an mehreren deutschen Amazon-Standorten einem Aufruf von Verdi gefolgt und in den Streik getreten. Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein seit Längerem anhaltender Streit um eine Tarifbindung der Amazon-Mitarbeiter. Verdi will für die Beschäftigten in den Zentren Tarifverträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen.

Amazon vertritt hingegen den Standpunkt, dass diese in der Logistikbranche arbeiten und bezahlt sie bisher auch so. Auch in der Weihnachtszeit 2013 hatte eine Reihe der Beschäftigten bereits die Arbeit niedergelegt.