B2B
27.11.2016

Warum Sprachsuche Googles Geschäftsmodell bedroht

Sprachsuche ist auf dem Vormarsch, doch über die Monetarisierung machen sich nur die wenigsten Unternehmen Gedanken. Das könnte Googles Umsätze ins Stocken bringen.

Sei es nun Siri, Cortana, Alexa oder Googles Home: Intelligente Sprachassistenten sind auf dem Vormarsch. Doch für Google, einem der Vorreiter im Bereich der Spracherkennung, birgt die Technologie auch Risiken. Mehrere Analysten wollten zuletzt von Google-CEO Sundar Pichai wissen, ob die zunehmende Verbreitung von Sprachsuche Auswirkungen auf den Werbeumsatz von Google hat. Google verdient vorrangig mit Online-Werbung Geld. Google-Mutterkonzern Alphabet erzielte im dritten Quartal 2016 22,45 Milliarden US-Dollar Umsatz, 19,82 Milliarden davon stammten aus dem Werbegeschäft von Google.

"Werden uns stark verändern"

Google zeigt derzeit vorwiegend Werbung in seinen Suchergebnissen, auf Plattformen wie YouTube oder über sein Werbenetzwerk AdSense an - Audio-Werbung zählt derzeit nicht zum Geschäftsmodell des Suchmaschinenkonzerns. Ein Umstand, der viele Analysten besorgt. So fragte ein Analyst von Morgan Stanley, ob Google auch in der Lage sei, Audio-Werbung genauso gut zu vermarkten wie Desktop- oder Mobile-Werbung. Google-CEO Pichai betonte, dass man sich noch am Anfang befinde und das Team darüber spreche. „Wir werden uns aber in den nächsten Jahren stark verändern.

Er sieht darin jedoch kein Nullsummenspiel: „Am Ende vergrößert es nur den Kuchen.“ Der Google-CEO glaubt offenbar, dass Sprachsuche dazu führen wird, dass Google intensiver genutzt wird - sowohl per Sprache als auch im Browser. Ob das auch langfristig so sein wird, ist jedoch unklar.