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Verbreitung von Cannabis-Produkten in der Medizin

Cannabidiol wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen. Es wirkt angstlösend, entkrampfend sowie entzündungshemmend. Darüber hinaus kann CBD gegen Übelkeit eingesetzt werden. Ob der Wirkstoff weitere pharmakologische Effekte hat, darunter eine antipsychotische Wirkung, wird zurzeit erforscht. Weiterhin enthält die Hanfpflanze Tetrahydrocannabinol (THC), das im Gegensatz zu CBD psychoaktiv ist. Insbesondere dieser Wirkstoff wird in der Medizin als interessant für den Einsatz bei schwerwiegenden Erkrankungen angesehen.

Geschichte der Medikamente auf Cannabisbasis

Bereits über Jahrhunderte kommen Medikamente auf Cannabisbasis in zahlreichen Kulturen für therapeutische Zwecke zum Einsatz. Unter anderem wurden mit ihnen in Europa gegen Ende des 19. Jahrhunderts Appetitlosigkeit, Asthma, Depression, Schlafstörung, Schmerzen sowie Spasmen behandelt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts verloren diese Mittel an Bedeutung. Ein Grund dafür war, dass Wissenschaftlern zunächst nicht die Ermittlung der chemischen Struktur der Inhaltsstoffe von Hanfpflanzen gelang. Erstmalig konnte THC im Jahr 1964 stereochemisch definiert werden. Mit der nachfolgenden Entdeckung eines körpereigenen Cannabinoidsystems mit spezifischen Rezeptoren und endogenen Liganden begannen verschiedenste intensive Forschungen, darunter im Bereich der klinischen Bedeutung von Medikamenten auf Hanfbasis. In Deutschland wurde 2011 das erste Cannabisextrakt arzneimittelrechtlich zugelassen.

Verordnung von Cannabisblüten durch Ärzte

Cannabisblüten verfügen je nach Sorte über einen unterschiedlichen Gehalt an Cannabinoiden, insbesondere den Leitsubstanzen Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) sowie Cannabidiol (CBD). Es handelt sich bei ihnen um die getrockneten, blühenden Triebspitzen der weiblichen Cannabispflanze. Die im Handel befindlichen Blüten stehen entweder im Ganzen oder teilweise auch in Einzelteile zerfallen zur Verfügung. Unter Beachtung der Dosierungsgenauigkeit bei der medizinischen Anwendung müssen die Blüten zuvor zerkleinert und gesiebt werden. Eine grobe Zerteilung reicht für die Hinzuziehung in der Medizin nicht aus. Erst mit dem Mahlen, beispielsweise mit einer Kräutermühle, oder der Siebung durch zwei Millimeter große Löcher können Cannabisblüten zur medizinischen Behandlung an Patienten weitergereicht werden. Die Höchstmenge, die ein Arzt innerhalb eines Monats verordnen darf, liegt bei 100 Gramm. Sie werden entweder verdampft oder in Form eines Tees eingenommen.

Verwendung von Cannabismitteln bei verschiedenen Gesundheitsproblemen

Cannabidiol-Produkte wie CBD-Öl, -Kristalle-, -Blüten und Co. sind aufgrund fehlender psychoaktiver Wirkung nicht verschreibungspflichtig. Anders sieht es bei THC-haltigen Mitteln aus, die mittlerweile bei gesundheitlichen Problemen von Ärzten empfohlen werden.

Abmagerung infolge von Appetitlosigkeit

Schon eine Tagesdosis von fünf Milligramm THC geht mit einem appetitanregenden Effekt einher. Problemlos kann sie auf 20 Milligramm täglich erhöht werden. Eine Langzeitstudie mit Aids-Betroffenen hat ergeben, dass die Appetitsteigerung während der sechswöchigen Laufzeit der Untersuchung erhalten blieb. Darüber hinaus erfolgte – im Vergleich zur Verabreichung von Placebos – eine Appetit-Verdoppelung. Insgesamt tendierten die Patienten über einen Zeitraum von mindestens sieben Monaten zu einem stabilen Gewicht. Eine positive Beeinflussung des Körpergewichts wurde außerdem bei der Nahrungsverweigerung in Folge einer Morbus Alzheimer-Erkrankung festgestellt. Hinzu kam überraschend, dass die Studienteilnehmer ein geringeres verwirrtes Verhalten an den Tag legten.

Schmerzen aufgrund verschiedener Erkrankungen

Durch umfangreiche Studien konnte nachgewiesen werden, dass Cannabisprodukte schmerzlindernde Eigenschaften aufweisen. Zudem ist eine Kombination mit Opiaten möglich. Mögliche Indikationen sind zum Beispiel:

  • Armplexusschädigung
  • chronische Darmentzündungen
  • HIV
  • Kopfschmerzen
  • Krebsschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Neuralgien
  • neuropatische Schmerzen bei Multipler Sklerose
  • Schmerzen bei rheumatoider Arthritis

Asthmaprobleme

Die Akutstudien über den Einsatz von THC bei Asthma stammen überwiegend aus den 1970er Jahren. Die bronchienerweiternde Wirkung durch die orale Einnahme von THC (15 Milligramm) oder das Rauchen einer Cannabiszigarette (zwei Prozent THC) entspricht in etwa dem Effekt von klassischen Medikamenten wie Salbutamol oder Isoprenalin. Da diese die Schleimhaut schädigen können, ist die orale Verwendung von Cannabisprodukten empfehlenswert. Bei der inhalativen Aufnahme wurde eine reflektorische Bronchienverengung beobachtet.

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