Digital Life 21.12.2017

Algorithmen sollen schlechte Schulen identifizieren

  © Bild: /A.J. Rich/istockphoto

Pläne der Regierung zur Verwendung von Algorithmen zur Identifizierung schlechter Schulen wurden von der Lehrergewerkschaft in Großbritannien stark kritisiert.

Eine Datenverarbeitungseinheit, die sich zum Teil im Besitz der britischen Regierung befindet, hat Algorithmen zur Bewertung von Schulen mithilfe von maschinellem Lernen - einer Form der künstlichen Intelligenz - trainiert. Es is geplant mit dem britischen Bildungsbeobachter Ofsted zusammenzuarbeiten, um bei der Prioritisierung von Inspektionen zu helfen, wie BBC berichtet.

Die Lehrervereinigung National Association of Head Teachers (NAHT) wehrt sich nun gegen die Pläne. Eine effektive Inspektion von Schulen dürfe nicht auf Daten basieren. "Wir müssen uns von einem datengeführten Ansatz zur Schulinspektion entfernen", sagte die Gewerkschaft in einer Erklärung.

Ihre Hauptkritik: Der Prozess wäre nicht transparent und Schulen könnten nicht aus Bewertungen lernen, weil sie diese nicht verstehen und nachvollziehen können. "Leiter und Lehrer brauchen absolute Zuversicht, dass das Inspektionssystem Lehrer und Leiter fair behandelt."

Datenanalyse

Das Social-Zweck-Unternehmen Behavioral Insights Team, das sich im Besitz der Innovationsschmiede Nesta befindet, hat dargelegt, wie das künstliche Intelligenz-System in einem Bericht funktionieren würde. Zu den Daten, die zur Schulung des Algorithmus verwendet werden, gehören die Daten aus vergangenen Inspektionen, andere Daten von Schulen und Volkszählungsdaten, die alle öffentlich verfügbar sind.

Derzeit sind die Algorithmen nur als ein Werkzeug zur Unterstützung gedacht, aber das Unternehmen räumte ein, dass es zukünftige Anwendungen geben könnte.

( futurezone ) Erstellt am 21.12.2017