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Digital Life
05/25/2013

Australien: 3D-Drucker-Waffe ist unsicher

Die Australische Polizei warnt vor der Verwendung der Waffe "Liberator", die mit Hilfe eines 3D-Druckers selbst angefertigt werden kann. Demzufolge ist es in Tests im Waffenlabor zu mehreren Zwischenfällen gekommen, bei dem die Waffe explodiert ist. Die Behörden möchten damit die Waffengewalt im Bundesstaat New South Wales reduzieren.

Vertreter der Polizei des australischen Bundesstaates New South Wales haben im Rahmen einer Pressekonferenz vor den Gefahren der "Liberator", der von DefCad entwickelten Waffe aus dem 3D-Drucker, gewarnt. Dabei ging es Polizei-Chef Andrew Schipionen allerdings nicht darum, dass Waffen unkontrolliert in Umlauf gelangen, sondern die Gefahr einer Fehlfunktion, die man in den eigenen Waffenlabors nachgewiesen haben will.

So hätten die Experten des Waffenlabors mehrere Exemplare ausgedruckt und Tests unterzogen. Zunächst wurden damit aus nächster Nähe tödliche Wunden simuliert, beispielsweise ein 17 Zentimeter tiefer Einschuss. In den meisten anderen Tests habe es jedoch "katastrophale Fehlschläge" gegeben, da die Waffen beim Abfeuern explodiert sind. Von ähnlichen Fehlschlägen wurde auch im ursprünglichen Forbes-Artikel berichtet, bei denen DefCad-Gründer Cody Wilson die Prototypen mit einer Schnur auslöste.

Problem mit Schussaffen
Der Bundesstaat New South Wales verzeichnet derzeit eine für Australien unerwartet hohe Zahl von Straftaten mit Schusswaffen und ist daher bemüht, die Zahl der illegalen Waffen zu reduzieren. Erst vor kurzem wurde Operation Unification gestartet, im Rahmen dessen die Polizei und die Bevölkerung besser über illegale Waffen aufgeklärt werden sollen.

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