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Konsumentenschutz
03/27/2012

BEUC wirft Google Machtmissbrauch vor

Die Europäische Verbraucherschutzzentrale sieht die dominante Position von Google kritisch und hat sich an die Europäische Kommission gewandt. In einem Brief an Wettbewerbskommissar Almunia fordert sie zu weiteren Untersuchungen auf.

Die Europäische Verbraucherschutzzentrale BEUC in Brüssel hat die EU-Kommission aufgefordert, ihre laufende Kartelluntersuchung gegen den US-Internetkonzern Google mit Härte weiterzuverfolgen. „Wir sind besorgt, dass die dominante Suchmaschine, Google, ihre Position auf dem Suchmarkt missbraucht haben könnte, um Anwender zu ihren eigenen Diensten zu leiten und zum zweiten die Sichtbarkeit der konkurrenzierenden Websites und Diensten zu reduzieren", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben von BEUC an EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Google verzerre Ergebnisse
In seiner einzigartigen Rolle als „Schrankenwärter" zum Internet könne Google den Zugang zu Konkurrenten einschränken, kritisieren die Verbraucherschützer. BEUC beruft sich dabei auf eine Untersuchung des britischen Unternehmens „Foundem". Diese zeige, dass Google regelmäßig seine eigenen Dienste bei den obersten Suchergebnissen platziere und damit Datenströme von seinen Konkurrenten verzerre. Dies werde durch eine Studie des Anbieters „SearchMetrics" bestätigt. Demnach landen die Google-eigenen Websites im Fall von Videos (YouTube), Landkarten (GoogleMaps), Shopping (Google) und Bildern (Blogger) ganz oben.

Kein Schaden für Konsumente
Sollten diese Vorwürfe in der Untersuchung der EU-Kommission bestätigt werden, würde dies bedeuten, dass Verbraucher durch die Dominanz von Google Schaden erlitten hätten, heißt es in dem Schreiben weiter. Es sei wichtig, dass die EU-Kommission von ihrem Recht Gebrauch mache, Unternehmen zu sanktionieren, die ihre Stellung zum Nachteil der Konsumenten missbrauchten.

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