Digital Life
20.06.2018

Facebook führt kostenpflichtige Abos für Gruppen ein

Wer zukünftig bestimmte Facebook-Gruppen beitreten will, muss bis zu 30 US-Dollar monatlich bezahlen.

Dass die Nutzung von Facebook Geld kosten wird, spukt schon seit Jahren durchs Internet. Zuletzt hat Facebook angeblich Marktforschung betrieben, um herauszufinden, ob User für eine werbefreie Variante zahlen würden. Jetzt wird ein neues Pilotprojekt gestartet: kostenpflichtige Gruppen.

Derzeit ist das Feature nur für ausgewählte Gruppen verfügbar. Diese können Untergruppen starten, die man nur nutzen kann, wenn man eine Monatsgebühr bezahlt. Die Gebühren betragen derzeit zwischen 5 und 30 US-Dollar.

Die Gruppe „Declutter My Home“ hat etwa die Untergruppe „Organize My Home“ gegründet, mit einer Monatsgebühr von 15 US-Dollar. Mitglieder haben etwa Zugriff auf Checklisten und Tutorial-Videos. Die Elterngruppe „Grown and Flown Parents“ hat „College Admissions and Affordability“ eröffnet. Für 30 US-Dollar im Monat soll Eltern geholfen werden, ihre Kinder aufs College vorzubereiten. Eine Kochgruppe namens „Cooking on a Budget“ verlangt 10 US-Dollar im Monat für eine Essensplanung-Subgruppe. Diese enthält Menüpläne und Einkaufslisten.

Facebook nimmt damit zur Zeit nichts ein. Da die Zahlung über iOS und Android abgewickelt wird, schneiden aber Apple und Google mit. Es dürfte sehr wahrscheinlich sein, dass Facebook mitkassieren will, falls dieses Pilotprojekt erfolgreich ist. Laut Facebook nutzen derzeit mehr als eine Milliarde User Gruppen.