Digital Life
08.03.2017

Geheimdienstausschuss: Keine Beweise für Trump-Abhörung

Der Vorsitzende des US-Geheimdienstausschusses, der Republikaner Devin Nunes, hat noch keine Beweise dafür gesehen, dass US-Präsident Donald Trump abgehört wurde.

Wenn die Vorwürfe stimmen würden, dann hätten die Vorsitzenden der Abgeordnetenhäuser und deren Geheimdienstausschüssen - als Achter-Bande bekannt - darüber informiert werden müssen. „Ich habe diese Beweise nicht gesehen“, so Nunes zu Trumps Vorwürfen, abgehört worden zu sein. Die wichtigere Frage sei, ob Trump oder einer seiner Mitarbeiter zur Zielscheibe für den Geheimdienst oder einer Justizbehörde geworden sei. Bisher gebe es dafür keine Beweise.

Vorwürfe

Trump hatte in Tweets am Samstagvormittag den Vorwurf erhoben, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn während seines Wahlkampfs abhören lassen, ohne Beweise oder Quellen dafür anzugeben. Ein Sprecher Obamas hat die Vorwürfe als falsch zurückgewiesen. Trump macht Druck, dass die Geheimdienstausschüsse ihre Untersuchungen zum Vorwurf, Russland hätte sich in den US-Wahlkampf eingemischt, ausweiten und dabei seinen Abhörvorwurf gegen Obama unter die Lupe nehmen.

Anhörung

Nunes kündigte öffentliche Anhörungen seines Ausschusses an. Der erste werde am 20. März stattfinden. Dabei sollen FBI-Chef James Comey and der Direktor des NSA, Admiral Mike Rogers, gehört werden. Auch der frühere Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper soll angehört werden. Clapper hat bereits in einem TV-Interview eine Telefonüberwachung des Kandidaten Trump ausgeschlossen. Eingeladen werden auch der frühere CIA-Direktor John Brennan und die kommissarische Generalstaatsanwältin Sally Yates.