Digital Life
26.03.2014

Gmail-Verbot: Indiens Beamte erhalten eigene E-Mail-Konten

Indiens Staatsdiener dürfen für die offizielle Kommunikation keine privaten Webmail-Dienste mehr nutzen. Nun sollen erstmals alle Bürokraten staatliche E-Mail-Konten erhalten.

Indiens Bürokraten dürfen in Zukunft nicht mehr - wie bislang üblich - ihre privaten Konten bei Googles Gmail oder anderen privaten Webmail-Diensten für den offiziellen E-Mail-Verkehr benutzen. Stattdessen sollen nun erstmals für fünf Millionen Regierungsangestellten staatliche E-Mail-Konten eingerichtet werden, berichtete die Zeitung “The Hindu” am Mittwoch. So sollten die Daten gegen fremden Zugriff gesichert werden.

Gmail zur Kommunikation verwendet

Dass Angestellte der indischen Regierung und sogar Minister für die offizielle Kommunikation private Webmail-Diensten nutzen, ist laut “Times of India” keine Seltenheit. Der Grund dafür dürfte die einfache und unbürokratische Anmeldung bei diesen Diensten sein. Denn wenn jemand eine offizielle Adresse der indischen Regierung haben will, müsse ein solches E-Mail-Konto erst beantragt werden, was ein langwieriges Prozedere mit sich bringe.

Laut “The Hindu”unternahm die Regierung in Delhi nur etwas, weil vor einem Gericht eine Klage gegen die Benutzung von E-Mail-Konten bei Privatanbietern lief. Das Verbot betrifft nicht nur Gmail, sondern auch andere Dienste. Der Google-Service ist unter den indischen Staatsdienern aber besonders populär.