Digital Life
28.10.2017

Google nutzt Ortsdaten statt Domains für lokale Resultate

© Bild: AP/Mark Lennihan

Egal welche Domain-Endung man verwendet, Google liefert künftig Resultate gemäß dem eigenen Aufenthaltsort. Vor allem Touristen sollen davon profitieren.

Bisher erhielt man lokal angepasste Suchresultate, wenn man die Google-Suchmaschine auf verschiedenen Domain-Endungen, etwa google.at, google.cz (Tschechien) oder google.gr (Griechenland), besuchte. Damit ist nun Schluss, wie Google in einem Blogeintrag beschreibt. Lokal relevante Suchresultate erhält man nun in jedem Fall, egal welche Domain-Endung man im Mobil- oder Desktop-Browser, sowie in der Google-App ansteuert. Ausschlaggebend für die Suchmaschine ist künftig alleine der Aufenthaltsort.

Wie TheVerge berichtet, zielt eine von fünf Suchanfragen bei Google auf lokale Resultate ab. Besonders relevant sind diese für Touristen, die sich in neuer Umgebung bewegen. Wie Google beschreibt, bekäme ein Tourist aus Neuseeland, der nach Australien fliegt, dort automatisch lokale Resultate geliefert, während er bei der Rückkehr in seine Heimat wieder neuseeländisch geprägte Resultate sieht. Sollten lokal relevante Resultate nicht gewünscht sein, kann man in den Google-Einstellungen ein anderes Land auswählen.

Wie Google betont, werden trotz dieser Neuerung gesetzliche Verpflichtungen in jenem Land, in dem man sich aufhält, eingehalten. Das neue Lokalisierungsverfahren für Google (und Google Maps) sei bereits bisher bei Gmail, YouTube, Blogger, Google Earth und anderen Google-Diensten angewendet worden.