Studie
10/25/2011

Internet-Pornos sorgen für Erektionsprobleme

Forscher sehen Zusammenhang zwischen Konsum und Schwierigkeiten im Bett

Wie eine Studie der "Italian Society of Andrology and Sexual Medicine" (SIAMS) aufzeigt, dürfte der Konsum von Online-Pornografie ernste Auswirkungen auf das Liebesleben italienischer Männer haben. In der Untersuchung an der Universität Padusa wurden 28.000 Internetnutzer zu ihrer Onlineporno-Nutzung und ihrem Sexualverhalten befragt. Die Forscher rund um Studienleiter Carlo Foresta fanden heraus, dass 70 Prozent der Männer mit Performance-Problemen im Bett auch intensive Nutzer von Porno-Webseiten sind.

Explizite Dartellungen
Laut Foresta würden junge Männer heute ihre Sexualität oft weitgehend losgelöst von echten Beziehungen entwickeln und durch die explizite Darstellung von Geschlechtsverkehr abstumpfen. Wenn sie dann im Bett mit einer echten Frau konfrontiert sein würden, könnten viele keine Erektion mehr bekommen. Foresta zufolge könne die Veränderung im Sexualverhalten aber innerhalb von wenigen Monaten bei entsprechender Betreuung rückgängig gemacht werden.

Europaweites Problem?
Italien ist in Sachen Konsum von Internet-Pornografie europaweit keineswegs Vorreiter. Während in dem Land 28,9 Prozent der Internetnutzer regelmäßig auf Porno-Seiten surft (70 Prozent davon sind Männer), gehen in Deutschland 34,5 Prozent, in Frankreich 33,6 Prozent und in Spanien 32,4 Prozent regelmäßig auf die Suche nach Online-Erotik.

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