Digital Life
07.05.2014

Iran blockiert angeblich WhatsApp

Weil WhatsApp zu Facebook gehört und Mark Zuckerberg ein "amerikanischer Zionist" ist, hat die iranische Zensur angeblich die Nutzung des Messaging-Diensts verboten.

Wie die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet, ist WhatsApp der iranischen Zensur zum Opfer gefallen. Die Nutzung des Dienstes ist demnach vom Komitee zur Feststellung von kriminellen Web-Inhalten verboten worden. Die Begründung laut Komitee-Chef Abdolsamad Khorramabadi: "Der Grund liegt in der Übernahme von WhatsApp durch den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der ein amerikanischer Zionist ist."

Die iranische Regierung hat sich unterdessen vehement gegen das WhatsApp-Verbot ausgesprochen. Kommunikationsminister Mahmud Mehr hat eine offizielle Ablehnung der Zensurmaßnahme veröffentlicht.

Wie CNet beschreibt, wird die strenge Ablehnung ausländischer Online-Dienste im Iran seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rouhani langsam aufgeweicht. Die Regierungsmitglieder wurden vergangenen September sogar dazu angehalten, Facebook-Profile anzulegen. Ein Verbot von WhatsApp wäre ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung.